IVECO 110-17AW

12.12.2017
Unsere Reiseerfahrungen mit dem Fahrzeug während GoEast könnt ihr hier nachlesen.

Als wir 2008 anfingen darüber nachzudenken wie ein Fernreisemobil aussehen sollte, das all unseren Anforderungen gerecht werden kann, kam folgendes dabei heraus:

–  Wasser, Treibstoff und Energie für mindestens 2 Wochen, bzw. 2.000 km
– Fahrzeug muss über „Stock und Stein“ fahren können
– Technik möglichst einfach und solide
– ein wenig Komfort und Geschwindigkeit (als LADA-Fahrer waren wir nicht verwöhnt
– Küche mit Kühlschrank, Herd, Backofen und Staumöglichkeiten für Lebensmittel
– Heizung, Warmwasser, WC und rudimentär eine Dusche
– permanentes Bett
– Sitzgruppe für 4 Personen
– Stehhöhe
– äußeres Aussehen mit „Alleinstellungsmerkmalen“
– Kosten auf jeden Fall im 5-stelligen Bereich
– Führerschein Klasse III tauglich (d.h. 7,49 t)
– und last but not least, unsere Motorräder müssen auf das Fahrzeug passen.

Wir haben uns dann etwa ein Jahr lang aufgemacht entsprechende Fahrzeuge zu suchen, sind viel herumgereist, haben viele Fürs und Widers diskutiert, schon fast ein fertiges Fahrzeug gekauft, aber letztendlich war das Ergebnis unserer Bemühungen:

Was wir wollen gibt es so nicht, die Kompromisse waren für uns nicht akzeptabel!

Getreu dem Motto: „Dem Ingenieur ist nichts zu schwer“ hat Jürgen dann entschieden: „Den bauen wir selbst“. Wir waren uns schon darüber im Klaren, dass das mit vertretbarem Zeitaufwand nur mit der Unterstützung erfahrener Partner zu realisieren sei (erfolgreich ist, wer weiss was er nicht kann).

Zuerst kam die Suche nach dem entsprechenden Basisfahrzeug = Fahrgestell. Nach einigem Hin und Her wurden wir bei der Firma BAT fündig. Im Jahre 2008 und 2009 hat die Bundeswehr eine Reihe von Küchenwagen ausgemustert. Unser Wagen wurde im Jahre 1989 in Ulm zusammengebaut und kam dann zur Truppe. Was bedeutet, dass er die meiste Zeit in einer geheizten Halle stand (Küchenwagen=Hygienevorschriften=immer schön warm). Im Jahr 1999 glaubte man dann Küchenwagen für die Truppe in Ex-Jugoslawien zu benötigen. Daraufhin kam der Wagen erstmal zur generellen Instandsetzung in’s Saarland. Dort wurde er recht umfangreich auseinander genommen, alles was an Gummi, Dichtringen und sonstigen Verschleißteilen vorhanden war wurde ausgetauscht, abschließend alles noch mal ordentlich konserviert. Danach ging es…..wieder zurück in’s Depot, Jugoslawieneinsatz war erstmal abgesagt. Schön warm und trocken hat unser Wagen dann weitere 8 Jahre gestanden und wurde dann von BAT ersteigert. Mit 9.800 km auf der Uhr haben wir den Wagen dann im Sommer 2009 gekauft, wie Frank von BAT damals sagte, sein bester IVECO.

...erster Kontakt
…erster Kontakt

 

 

 

 

 

Wir hatten unser Basisfahrzeug jetzt „im Sack“. Mit Frank vereinbarten wir noch, dass er eine zivile Zulassung, Ablastung von 12t auf 7,49t sowie Einzelbereifung abarbeitet. Im Winter 2009 war es dann so weit. In lausiger Kälte und strömendem Schneeregen haben wir die verbliebene Pritsche demontiert. Vorher hatten wir uns auf dem Markt für Spezialaufbauten für Fernreisemobile umgesehen und sind auf die Firma MABU in Bochum gestoßen. Herr Burkhard, Besitzer der Firma hatte ein offenes Ohr für unsere Wünsche, hat uns wo nötig an die Hand genommen und uns letztendlich das Fahrzeug gebaut, das wir zur Erfüllung unseres Lebenstraums brauchen. Leider ist die Firma MABU nicht mehr am Markt, aber ich hatte im letzten Jahr noch eine Frage zur Zelle unseres Fahrzeugs, die mir Herr Burkhard sachkundig und zuvorkommend beantwortet hat. Auch an dieser Stelle noch mal vielen Dank.

...Pritsche ab
…Bühne ab

..stripped..stripped

 

Bei MABU
Bei MABU

 

 

 

 

 

Im Dezember 2009 fuhren wir das Basisfahrzeug nach Bochum, wo Herr Burkhard und sein Team in etwa einem halben Jahr die Kabine gebaut und mit dem Fahrgestell verheiratet hat. Im Mai 2010 konnten wir den Wagen abholen und voller Stolz nach Hause fahren. Zu diesem Zeitpunkt waren folgende Arbeiten erledigt:

– Zwischenrahmen zwischen Fahrgestell und Kabine eingebaut (feuerverzinkt)
– Kabine inklusive Fenster und Türen aufgesetzt (Hochzeit)
– Zwischenwände und Zwischenboden in Kabine
– Hintere Staukästen innen als Sitzfläche mit Deckeln
– äußere Klappen als Zugang zum Unterbodenbereich
– Beleuchtung nach StVO
– Zulassung als Sonder-KFZ-Wohnmobil >3,5t

Unser Reisemobil sah dann wie folgt aus:

IVECO nach MABU außen
IVECO nach MABU außen
IVECO nach BABU innen
IVECO nach MABU innen

 

 

Anschließend haben wir begonnen die „restlichen“ Arbeiten Zug um Zug in Eigenregie zu erledigen. Bereits im September 2010 konnten wir zu unserer ersten Urlaubsreise nach Frankreich starten. Natürlich war noch lange nicht alles fertig, aber es war schon ein tolles Gefühl. Seit dieser Zeit arbeiten wir an dem Wagen und hoffen in diesem Jahr fertig zu werden. Heute schaut er aus wie auf den folgenden Bildern. Ist doch ganz nett geworden unser IVECO, oder?

2014 Rumänien Seitenansicht
2014 Rumänien Seitenansicht
2014 Rumänien Vorderansicht
2014 Rumänien Vorderansicht

 

 

 

 

 

Eine ausführliche Beschreibung der Fahrzeugtechnik kann man  hier nachlesen

 

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