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Kurze Filme der Reiseroute (11.12.25)

Die Reiseroute:

Türkei 16.03. – xx.03.2026
16.03. – 20.03.2026 Am Grenzübergang nördlich von Ibrahim Khalil dauert die Einreise entgegen der Erfahrungen anderer Reisender für uns nur 2,5 Stunden, das Gros der Zeit geht fürs Anstehen drauf. Willkommen in der Türkei – auf deutsch, Pässe stempeln, Blick in die Wohnkabine und woher, wohin? Gute Reise!
Wir verwerfen den Plan, in die Berge Richtung Van See zu fahren. Es bleibt kalt, nass und Nachtfröste sind grad nicht unser Ding. Entlang der syrischen Grenze zügig westwärts, Ziel Mittelmeer mit Hoffnung auf Sonne.
Wir hören die Steine von den Herzen derer daheim und unterwegs bis in die Türkei fallen. So ganz atmen wir noch nicht auf, hörten auf der arabischen Halbinsel oftmals Syria, very bad people. Seit mehr als zehn Jahren hat die türkische Regierung die Grenze zum Nachbarn immer wieder geschlossen, eine drei Meter hohe und etwa 600 Kilometer lange Grenzbefestigung errichtet, an der wir entlang fahren, wenn nicht gerade Khabur und Tigris die Grenze bilden. Illegale, kaum kontrollierbare Grenzübertritte, Versuche des Eindringens islamistischer Radikaler und kurdischer Milizen seien Grundlage der Entscheidung.
Über Vertreibung, Verfolgung, Ermordung von Christen in Syrien, der Wiege christlicher Kultur, berichten aktuell verschiedene Medien (Tagesschau,  ORF) Bis zur Islamisierung im 7. Jahrhundert war Syrien mehrheitlich christlich. Zu Beginn des Krieges 2011 waren noch etwa 10 % der Bevölkerung, ca. 1,5 bis 1,8 Millionen, christlichen Glaubens. Aktuelle Schätzungen gehen von verbleibenden 250.000 bis 500.000 Christen im Land aus. Doch die Situation als Krieg Muslime gegen Christen zu reduzieren greift zu kurz. Die aus Arabien kommende sunnitisch geprägte Islamisierung als einzig wahre Religion brachte die erste Welle der Intoleranz in die christliche Region. Vor und während des Assadregimes waren es radikal islamistische Strömungen durch IS, Moslembruderschaften u. a., die in verschiedenen Regionen die Regentschaft inne hatten, Tot und Vertreibung von Christen aber auch von schiitischen Muslimen brachten. Einflussnahme der westlichen Welt, insbesondere USA, auf die Region, bzw. auch deren Mangel daran, vor allem seitens D, verschärften die Situation der Christen.
Das Thema ist komplex, keinesfalls schwarz-weiß, und wahrhaft religiöse Toleranz suchten wir auf der Arabischen Halbinsel bis auf wenige Ausnahmen oft vergebens. Was wir erlebten war der Kampf gegen o. g. radikale Strömungen, das Kopfschütteln darüber, welche Länder Radikalen Aufenthalt bieten. So streichen die UAE lt. verschiedener Medienberichte wie Times, Financial Times aktuell die Stipendien für ihre Studenten an britischen Universitäten aufgrund der Gefahr der Radikalisierung seitens Extremisten, wie der in den UAE verbotenen Moslembruderschaft. Das Emirat sieht seine Investitionen in einen modernen, toleranten Islam gefährdet. Weitere EU-Staaten sind seitens UAE entsprechend unter Beobachtung, darunter vor allem Deutschland!

Eine Nacht zwischen Truckern an der E-90, eine im Gartenland bei einer Werkstatt an der D 400, dann erreichen wir die Mittelmeerregion. Die Temperaturen steigen über 20° C, Wiesenblumen blühen, Felder stehen im üppigen Grün. In Narlik erspähen wir einen Wiesenplatz zwischen Fußballfeld und Friedhof. Die Sonne scheint, ein Feierabendbier. Ali kommt, begrüßt uns, heißt uns herzlich willkommen, bietet WC und Wasser an, brauchen wir sonst noch was? Er spricht etwas englisch, seine Freude über unseren Besuch wirkt echt!
Der nächste Tag beschert Grau und Regen, weiter! Bei Mersin lockt uns die Sonne vorübergehend zum Verbleiben. Die Menschen wohnen in gigantischen Bienenwaben. Dafür liegt vor ihrer Haustür eine kilometerlange üppig ausgestattete Strandpromenade. Kleine Cafés, Restaurants, Grill -, Sport- und Spielplätze reihen sich aneinander. Ergänzt wird das Angebot durch separate Spuren für Spaziergänger, Radler, Skater, Jogger.

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Ein Gedanke zu „2023 Start->GoSouth 2.0 Türkei/Europa

  1. Wie schön, dass ihr jetzt den größten Krisenherd geschafft habt. Jetzt braucht ihr nur noch gutes Wetter, gutes Essen und bitte keine Krankheiten mehr.
    Ganz liebe Grüße aus Bielefeld

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