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Kurze Filme der Reiseroute (11.12.25)

Die Reiseroute:

Türkei 16.03. – xx.04.2026
05.04. 12.04.2026 Spuren des Hl. Nikolaus sind in der Türkei sichtbarer als die Ostergeschichte. Der historische Nikolaus, geboren im 3. Jhdt. in Patara, verstarb am 06. Dezember im 4. Jhdt. in Myra, dem heutigen Demre, damals griechisch sprachiger Teil des Römischen Reiches. Myra war Bischofssitz, auch Nikolaus wirkte dort als solcher u. a. während der Christenverfolgung durch Kaiser Diocletian (284-305). Zahlreiche Wunder, gute Taten, Spenden und Schenkungen werden ihm zugesprochen, auch deswegen ranken sich viele Legenden um seine Person, die weltweite Verehrung erfährt. Den Russen ist er Nationalheiliger! Vor der Eroberung Myras durch Seldschuken in 1087 entwendeten italienische Kaufleute Primärreliquien (d. h. insbesondere Knochen) aus der Grabeskirche und schafften sie nach Bari, angeblich zum Schutz vor Zerstörung. Der ckgabeforderung seitens der türkischen Nikolaus-Stiftung kam man bisher nicht nach. Erzählen neuere Ausgrabungen evtl. eine andere Geschichte? Wurde jüngst der unbeschädigte Sarkophag des Heiligen in einem tiefer gelegenen Teil der Grabeskirche gefunden? Dann ruht der unversehrte Leichnam des St. Nikolaus weiterhin in Myra in Frieden. Der Besuch der Grabeskirche, deren erster Bau auf das 6. Jhdt. zurückgeht, bringt leider keine aktuellen Informationen. Überhaupt sind Erläuterungen mangelhaft, Teile des Bauwerks nebst umliegender Areale unzugänglich, der Eintritt mit 17 EUR/Person für Nichttürken sehr/zu hoch. Das Gemäuer aus drei Bau- bzw. Restaurationsphasen in verschiedenen Jahrhunderten erfährt nicht zuletzt Dank russischer Gelder beste Restauration. Die Farben der Wand- und Deckenmalereien sowie vereinzelte Fußbodenmosaike beeindrucken. Doch ein schaler Beigeschmack bleibt.
Entlang der landwirtschaftlich genutzten Ebene des Demre erreichen wir das antike Myra. Hoch oben über den in die Felsen eingearbeiteten Grabkammern, wie Höhlenwohnungen anmutend, thronen die kargen Reste der Akropolis. Bestens erhalten ist hingegen das am Fuße liegende große Theater. Wir verzichten auf nähere Betrachtungen, denn erneut wird mehr als vierfacher Eintritt von Nichteinheimischen verlangt und wir bestaunten bereits zahlreiche Höhlenwohnungen und -gräber, Akropolen sowie Amphitheater. Uns bereichert der Bummel durch die blühende Landschaft, in der Maulbeeren, Nispera und Zitrusfrüchte reifen.
Rund 90 km entfernt von Myra/Demre liegt das antike Patara inmitten weitläufiger Dünenlandschaft, eine Besonderheit der meist felsigen türkischen Küste. Das heutige Örtchen, Gelemiş genannt und ca. zwei km landeinwärts gelegen, wirkt auf den ersten Blick verschlafen, authentisch, doch schnell machen die Preise klar: hier blüht der Tourismus. Noch ist keine Saison und alles wirkt verschlafen, authentisch …
Anders als zuvor treffen wir hier auf Reisende, oftmals junge Leute per pedes mit Rucksack, aber auch allerlei motorisiertes Volk. Unter ihnen sind z. B. das französische Paar aus Albertville, immer wieder gerne und länger unterwegs. Chapeau, die beiden sind am Ende ihres siebten Jahrzehntes angekommen.
Drei Anläufe braucht es, eh wir vom Ort durch die Olivenhaine und die Sanddünen das Meer erreichen. Immer wieder zwingen dichter Bewuchs und Wasserlöcher zu Umkehr und Umwegen. Die Landschaft entschädigt für die Mühen. Bedauerlicherweise sind wir für die Schildkröten, die an den einsamen Strand zur Eiablage kommen, zu früh im Jahr. 

07.04.26 Ein paar Fotos zum Abschied, gute Heimreise!

28.03. – 04.04.2026 Vom Wohnsitz am Manavgat erreichen wir Side mit seinen Sehenswürdigkeiten per Dolmuş, praktisch, preiswert. Es ist voll, so die Übersetzung, denn einst fuhr ein solcher Sammelbus erst los, wenn es genügend Fahrgäste gab, feste Haltestellen waren selten, man winkte am Straßenrand bzw. rief zwecks Stopp, Geld wurde meist über zahlreiche Hände an den Fahrer gereicht. Unsere erste Dolmuşfahrt 1989 erlebten wir in einem kleinen, übervollen Transit. Neben Menschen fuhr Kleinvieh mit, Frauen standen, für die Herren der Schöpfung fand sich oft ein Sitzplatz. Heutzutage ist wenig davon übrig.
Side ist ein touristischer Ort mit Stränden, Restaurants, Souvenirläden, und zwischendrin liegt verstreut allerhand Antikes. Die Mischung aus geschmackvollem, niedrigem Neubau mit Erhalt der Geschichte, teils gewähren Glasböden und offene Keller Einblicke, sowie historischen Arealen, scheint zu gelingen. Side steht für Kulturen, die kommen und gehen: Griechen (Gründung ca. 7. Jhdt. v. Chr., erneut 333 v. Chr.), Perser (6. Jhdt. v. Chr.), Römer (ab 1. Jhdt. v. Chr.), Byzantiner (4.-6. Jhdt. n. Chr.,), Seldschuken bzw. Osmanen (10. – 13. Jhdt.). Zeitweise war die Stadt in ihrer wechselvollen Geschichte bedeutend, prägte eigene Münzen, die häufig einen Granatapfel, anatolisch = side, als eines der Markenzeichen trugen, war zeitweise Schwerpunkt des Piratenunwesens. Unter byzantinischer Regentschaft beherbergte sie einen Bischofssitz, wo christlicher Glaube, römisches Staatsrecht und griechische Kultur verschmolzen. Mit den Überfällen seitens sunnitisch islamischer Turkvölker fällt auch die Zeit schwerer Zerstörungen durch Erdbeben gleich. Erst zu Beginn des 20. Jhdts. begann die Neubesiedlung, später folgten die Ausgrabungen. Die bedeutendsten Ruinen sind der römischen Epoche zuzuordnenWir schlendern und genießen.

Weiter gehts, auch mit dem nasskalten Aprilwetter. In Erwartung dessen sahen wir den Türkeiaufenthalt erst für Mai vor, Politik machte mal wieder Reisepläne zunichte. Doch auch diese Medaille hat zwei Seiten, denn so kommen wir in den Genuss von Besuch. Simon verbringt mit Familie die Osterferien in Kadriye an der türkischen Riviera und wir erfreuen uns an gemeinsamen Stunden. Beim Besuch des Freizeitparks ´Land of Legends´ kommen Groß und Klein auf ihre Kosten und es lacht sogar die Sonne.
Karfreitag erkunden Jürgen und ich den türkischen Basar nebst Altstadt. Billigläden reihen sich aneinander, Flair ist rar. Beim Einkauf im Supermarkt suchen wir vergebens Osterangebote, Reste vom Weihnachtsfest gäbe es noch.
Ostersamstag, ein grauer Regentag,
die Mischung mit Saharastaub macht es nicht besser!
Hayirli Paskalya heißt es in der muslimisch geprägten Türkei und vereinzelt gibt es sogar Osterbräuche.
Islam und Judentum sind ausnahmslos monotheistisch, Gott ist nur Eins, die christliche Dreifaltigkeit wird nicht anerkannt. Für Muslime ist Jesus ein Prophet, ein Gesandter. Juden sehen in ihm einen Lehrer, Rabbi. Folglich wird Jesu Auferstehung zu Ostern nur von Christen begangen, und dies zu verschiedenen Zeiten, denn katholisch/evangelische Kirchen nutzen den Gregorianischen Kalender, orthodoxe den älteren Julianischen. Das jüdische Pessach gedenkt der Befreiung der Israeliten aus ägyptischer Sklaverei. Muslime übernehmen ohne jedwede religiöse Hintergründe und Feiertage einige ihnen gefällige Bräuche: Die Familie trifft sich, Karfreitag kommt oft Fisch mit grünen Linsen auf den Tisch, Sonntag ein Osterhefezopf mit eingebackener Glücksmünze, und sogar Eierschlagen ist hier und da Usus.
Im ´Garten der Toleranz´ in Kadriye stehen Synagoge, Kirche und Moschee nebeneinander und in den jeweiligen Gotteshäusern liegen (heilige) Schriften aus. Besucher? Wir haben den Garten für uns alleine. Ist Toleranz aktuell ein zu sperriges Kapitel in der Geschichte der Menschheit? Ein Aushang verspricht eine Ostermesse, ich erkundige mich telefonisch danach. Abgeschafft! Der Pfarrgemeinderat hat sich gegen die Zeremonie entschieden und der Pfarrer verweist auf 30 km entfernt stattfindende Gottesdienste in Antalya. Frohe Ostern!

21.03. – 27.03.2026 Aufgrund von Fragen, die uns erreichen, ein Paar Informationen: Wenige christliche Syrer erbaten in D Asyl, mehr als 90% waren/sind sunnitische Muslime.
2010 lebten rd. 21. Mio. Menschen in Syrien, kaum 10% Christen. Mit Kriegsausbruch floh fast ein Viertel der Einwohner. Ca. 3,9 Mio. beherbergte die Türkei zu Hochzeiten, war somit weltweit stärkstes Aufnahmeland, heute leben noch rd. 3,2 Mio. im Staat, ca. 500tausend gingen unmittelbar nach dem Sturz Assads zurück in die Heimat.
2015 begann die Türkei mit dem Mauerbau. Kämpfer der PKK und des IS sollten gestoppt, sowie die illegale Einreise von Flüchtlingen verhindert werden. Als wir 2016 die Türkei Richtung Iran durchquerten, sahen wir zahlreiche Schutzwälle, mobile Absperrungen, viel Militär.
Hauptaufnahmeland der EU war/ist D mit ca. 713T, Stand Ende 2024. Bis August 2025 verließen rund 4T Syrienstaatler D.
(Quellen: proAsyl, Deutschlandfunk, destatis , https://dgap.org/de)

Und zu uns: Wochen- bis monatelange Alkoholabstinenz machte uns nicht schöner, gesünder fühlen wir uns auch nicht. Im Gegenteil, in den ersten trockenen Wochen stieg Jürgens Blutdruck signifikant. Alkoholgenuss erscheint wie Medizin im Vergleich zu den Hiobsbotschaften, für die sog. Volksvertreter laufend sorgen.

In Mersin ist die Regenpause von kurzer Dauer, westwärts begleitet uns erneut das Nass. Die Küste verfügt über landschaftlich reizvolle Abschnitte, zeigt immer wieder Antikes zumeist aus dem oströmischen Reich. Auch Raum fürs Wohnmobil böte sich. Angesichts des Wetters steht uns nicht der Sinn nach Besichtigung.
In Bozyazi verbringen wir notgedrungen das Wochenende, denn noch gelang es uns nicht, einen Zugang zum türkischen Mautsystem zu erwerben, den wir spätestens für die Passage von Kleinasien nach Europa benötigen. Sind wir bereits ´schwarz´ gefahren? Meldet man sich jedoch innerhalb einer Woche, wird das nicht bestraft. Das HGS-System (Hızlı Geçiş Sistemi) bucht an Hand des registrierten Nummernschildes bzw. von einem RFID-Sticker vom zuvor aufgeladenen KFZ-Konto entfernungsabhängig Gebühren für Autobahnen, Brücken und Tunnel. Die Registrierung erfolgt i. d. R. bei der Post/PTT, deren Zweigstellen sind für Ive oft ungünstig gelegen, insgesamt selten und haben noch längere Schließungszeiten als in D, wie wochenends und feiertags, und Freitag war halt Zuckerfest! So warten wir, bis Montag die Post im Städtchen öffnet und wir Ive anmelden und Geld tauschen.
Am Parkplatz der kleinen, netten Strandpromenade liegt ein Pub, die Crew grillt frischen Meeresfisch, garniert mit ein wenig Salat und noch weniger Kartoffelspalten, bringt alles nett angerichtet durch Regenfluten an den LKW, incl. Tee zum Abschluss. Das Resto mit kleinem Holzfeuer ist zu ungemütlich und kalt, Ive hingegen verbreitet kuschelige Wärme und die Staukästen bergen süffigen Roten! Anderntags hat der Wettergott ein Einsehen, beschert erneut eine Regenpause, die wir für Spaziergänge durch Ort und Hinterland nutzen.
Nach Ives Registrierung gilt es, die nächste Herausforderung zu meistern: Wäsche waschen und trocknen, was uns bei Anamur auf dem Dragon Motel Camp gelingt. Nicht preiswert sind Stellplatz und Maschinenbenutzung. Der Platz, am Fuße der Berge am Meer neben dem imposanten Marmure Castle, ist jedoch idyllisch gelegen und die Gastgeber sind freundlich und hilfsbereit. Da die Campingduschen nur warm sind, kann Jürgen nach dem Abschmieren von Ive in Regen und Kälte heiß in einer der Holzhütten duschen. Zufällig ist der in Deutschland lebende Sohn der älteren Herrschaften vor Ort und mit Selim lässt sich hervorragend alles regeln, plaudern und politisieren. Auf das miserable Wetter hat auch er keinen Einfluss.
Auch während der weiteren Fahrt auf der D400 ist es grau und kalt. Wie auf einer Raupenbahn geht es zwischen Meer und Taurusgebirge auf und ab. In Alanya findet sich kein Platz für Ive, weite Abschnitte und zahlreiche Parkplätze sind wegen Bauarbeiten gesperrt. Außerhalb liegt an der D400 der Ulas Hulk Platj und am kleinen Laden mit Kneipe finden wir freundlich Unterschlupf. Hakan bietet Getränke auf der Terrasse, die Abendsonne lockt nach draußen und es ergibt sich manches Gespräch.
Die Türkei ist kein billiges Reiseland, doch die Busfahrt in die ca. sieben km entfernte City kostet uns beide hin und rück nur 4,2 EUR und die Haltestelle liegt kaum 500 m entfernt. So schlendern wir bei strahlendem Sonnenschein durch Alanya, die alte Festungsanlage hinauf, die auf einem steilen Felsvorsprung hoch über dem Meer thront, durch die Altstadt einer Region, die bereits viele 1000 Jahre vor Christus bewohnt war, entlang Marina und belebter Promenade, wo uns verschiedene Sprachen und diverse Ethnien begegnen. Zahlreiche Ausländer leben in Alanya, der einzigen Stadt in der Türkei mit einem Ausländerbeirat aus freiwilligen Mitgliedern verschiedener Nationen. Aufgrund der großeZahl deutscher Aussiedler nennen viele Türken Alanya auch Almanya. Doch Multikulti hat auch Schattenseiten und die Regierung reagiert. Innenminister Süleyman Soylu verkündete 2022 den Zuzugsstopp: Um die Ballung von Ausländern in bestimmten Gegenden zu verhindern, haben wir beschlossen, den Ausländeranteil in jedem Stadtviertel auf 20 Prozent zu begrenzen. Landesweit betrifft das derzeit 1.200 Stadtviertel. In diesen Vierteln wird künftig keine Aufenthaltserlaubnis mehr für Ausländer erteilt – weder für Flüchtlinge noch für andere Ausländer. Und so klingt der Mann von der Straße bei einer Umfrage des Lokalsenders Dim-TV: Wir werden im eigenen Land zu Fremden, zu Bürgern zweiter Klasse. Ja, wir sind ein großzügiges und gastfreundliches Land, aber wir müssen auch mal an unsere eigenen Leute denken. Unsere arbeitende Bevölkerung kann ihre eigenen Kinder kaum ernähren.
Das hat nichts mit Fremdenfeindlichkeit oder mangelnder Gastfreundschaft zu tun, sondern mit Realitätssinn und Fürsorge für die Menschen in der Nation.
Wir senken den Ausländeranteil und verlegen das mobile Heim nach Manavgat an den gleichnamigen Fluss. Die Stadt erscheint nett, und wie in Alanya warten auch hier zahlreiche Boote auf Ausflügler.

16.03. – 20.03.2026 Am Grenzübergang nördlich von Ibrahim Khalil dauert die Einreise entgegen der Erfahrungen anderer Reisender für uns nur 2,5 Stunden, das Gros der Zeit geht fürs Anstehen drauf. Willkommen in der Türkei – auf deutsch, Pässe stempeln, Blick in die Wohnkabine und woher, wohin? Gute Reise!
Wir verwerfen den Plan, in die Berge Richtung Van See zu fahren. Es bleibt kalt, nass und Nachtfröste sind grad nicht unser Ding. Entlang der syrischen Grenze zügig westwärts, Ziel Mittelmeer mit Hoffnung auf Sonne.
Wir hören die Steine von den Herzen derer daheim und unterwegs bis in die Türkei fallen. So ganz atmen wir noch nicht auf, hörten auf der arabischen Halbinsel oftmals Syria, very bad people. Seit mehr als zehn Jahren hat die türkische Regierung die Grenze zum Nachbarn immer wieder geschlossen, eine drei Meter hohe und etwa 600 Kilometer lange Grenzbefestigung errichtet, an der wir entlang fahren, wenn nicht gerade Khabur und Tigris die Grenze bilden. Illegale, kaum kontrollierbare Grenzübertritte, Versuche des Eindringens islamistischer Radikaler und kurdischer Milizen seien Grundlage der Entscheidung.
Über Vertreibung, Verfolgung, Ermordung von Christen in Syrien, der Wiege christlicher Kultur, berichten aktuell verschiedene Medien (Tagesschau,  ORF) Bis zur Islamisierung im 7. Jahrhundert war Syrien mehrheitlich christlich. Zu Beginn des Krieges 2011 waren noch etwa 10 % der Bevölkerung, ca. 1,5 bis 1,8 Millionen, christlichen Glaubens. Aktuelle Schätzungen gehen von verbleibenden 250.000 bis 500.000 Christen im Land aus. Doch die Situation als Krieg Muslime gegen Christen zu reduzieren greift zu kurz. Die aus Arabien kommende sunnitisch geprägte Islamisierung als einzig wahre Religion brachte die erste Welle der Intoleranz in die christliche Region. Vor und während des Assadregimes waren es radikal islamistische Strömungen durch IS, Moslembruderschaften u. a., die in verschiedenen Regionen die Regentschaft inne hatten, Tot und Vertreibung von Christen aber auch von schiitischen Muslimen brachten. Einflussnahme der westlichen Welt, insbesondere USA, auf die Region, bzw. auch deren Mangel daran, vor allem seitens D, verschärften die Situation der Christen.
Das Thema ist komplex, keinesfalls schwarz-weiß, und wahrhaft religiöse Toleranz suchten wir auf der Arabischen Halbinsel bis auf wenige Ausnahmen oft vergebens. Was wir erlebten war der Kampf gegen o. g. radikale Strömungen, das Kopfschütteln darüber, welche Länder Radikalen Aufenthalt bieten. So streichen die UAE lt. verschiedener Medienberichte wie Times, Financial Times aktuell die Stipendien für ihre Studenten an britischen Universitäten aufgrund der Gefahr der Radikalisierung seitens Extremisten, wie der in den UAE verbotenen Moslembruderschaft. Das Emirat sieht seine Investitionen in einen modernen, toleranten Islam gefährdet. Weitere EU-Staaten sind seitens UAE entsprechend unter Beobachtung, darunter vor allem Deutschland!

Eine Nacht zwischen Truckern an der E-90, eine im Gartenland bei einer Werkstatt an der D 400, dann erreichen wir die Mittelmeerregion. Die Temperaturen steigen über 20° C, Wiesenblumen blühen, Felder stehen im üppigen Grün. In Narlik erspähen wir einen Wiesenplatz zwischen Fußballfeld und Friedhof. Die Sonne scheint, ein Feierabendbier. Ali kommt, begrüßt uns, heißt uns herzlich willkommen, bietet WC und Wasser an, brauchen wir sonst noch was? Er spricht etwas englisch, seine Freude über unseren Besuch wirkt echt!
Der nächste Tag beschert Grau und Regen, weiter! Bei Mersin lockt uns die Sonne vorübergehend zum Verbleiben. Die Menschen wohnen in gigantischen Bienenwaben. Dafür liegt vor ihrer Haustür eine kilometerlange üppig ausgestattete Strandpromenade. Kleine Cafés, Restaurants, Grill -, Sport- und Spielplätze reihen sich aneinander. Ergänzt wird das Angebot durch separate Spuren für Spaziergänger, Radler, Skater, Jogger.

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2 Gedanken zu „2023 Start->GoSouth 2.0 Türkei/Europa

  1. Hallo ihr Lieben, schön zu lesen, dass ihr wieder auf der ruhigeren Seite reist. Passt auf euch gut auf. Liebe Grüße aus dem Rheinland

    DANKE DIR 🙂

  2. Wie schön, dass ihr jetzt den größten Krisenherd geschafft habt. Jetzt braucht ihr nur noch gutes Wetter, gutes Essen und bitte keine Krankheiten mehr.
    Ganz liebe Grüße aus Bielefeld

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