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Kurze Filme der Reiseroute (09.05.2026)
Die Reiseroute:
LBD 26.06. bis auf Weiters in 2026
26.06. bis auf Weiteres folgt
Fotogalerie folgt
Frankreich 31.05. – 26.06.2026
25./26.06.2026 Rodemack, Petit Carcassonne genannt, besitzt eine äußere Stadtmauer und einen inneren geschlossenen Ring um die einstige Burganlage. Rauf und runter, nahezu 40 °C, da macht auch uns die Stadterkundung nicht lange Freude. Statt Bierprobe in der Mikrobrauerei BAR belassen wir es bei Berliner Weißbier vom Fass, einem Alkoholfreien, und einem Blonde. Na dann müssen wir halt mal wiederkommen!
Kopfschütteln ruft unsere Abfahrt bei den internationalen Reisegefährten auf dem Platz hervor, am Wochenende feiert man doch hier das große Mittelalterfest. Ja, und wir das Wiedersehen mit Familie und Freunden. Da muss das Mittelalter eben auch auf ein nächstes Mal warten. (Fotos demnächst in der Galerie oben.)
18.06. – 24.06.2026 Benzinpreise fallen, Temperaturen steigen! Sommer in Frankreich, an der Loire, am Stausee bei Villerest. Die Gemeinde bietet einen kostenfreien Wohnmobilstellplatz mit WC und Entsorgung, die Frischwasserversorgung ist außer Betrieb. Zudem sind Strand, Picknickplätze, Minigolf, Kart Parcours, Wanderwege und ein gut besuchtes Restaurant vor Ort. Blöd, viele andere finden ebenso den abgelegenen Platz.
Weiter nordwärts, unterwegs nach Chateauvillain, kalter Regen prasselt auf heißen Asphalt, die Landschaft verwandelt sich in eine Waschküche. Wie nebensächlich, angesichts des Massakers, verübt durch Schergen des Nationalsozialismus, das sich hier am 24.08.1944, in der Nacht vor der Befreiung, abspielte und für 17 Dorfbewohner mit dem Tod durch Erschießung endete. Vier weitere Zivilisten starben später im Deportationslager. Wie gut, dass Deutschland derzeit wieder kriegstüchtig wird; für den Frieden!
Das Dorf ist auch wegen der Geschichte, die bis ins Hochmittelalter zurückgeht, besuchenswert. Im Komplex Simone de Beauvoir steht das Haus, in dem die Literatin als Kind ihre Ferien verbrachte. Ihre Memoiren einer Tochter aus gutem Hause wurden stark in dieser Zeit, von diesem Ort geprägt. Heute ist Simone nicht nur ein ´3. Ort´ der Kunst, sondern auch der Begegnung, des Alltags.
Der Parc à Daims ist Heimat für freilebendes Rotwild, insbesondere Hirsche, und eine gelungene Mischung aus Park und Urwald, der Freilauf für Homo sapiens ist eher begrenzt.
Ungern laufen wir mit einem Haufen Schmutzwäsche an Bord in den Heimathafen ein. Und so wandern 40 kg Wäsche, Decken und Schonbezüge in die Großtrommeln der Maschinen bei Bar le Duc. Trockner und Sonne erledigen ihren Anteil. 3,5 h später, alles ist erledigt, 34 EUR einschließlich Waschlotion kostete der Spaß, Schweiß incl., schlendern wir durch den Supermarkt und gönnen uns die eine oder andere Leckerei, vergessen dabei auch die Lieben daheim nicht.
Der enge Womoplatz der Stadt zwischen Straße und Bahnhof lockt nicht. Bei Bras sur Meuse an einem Seitenarm von Kanal bzw. Fluss finden wir einen kleinen, idyllischen Platz, wunderbar, und zur Abkühlung ist die Furt immer gut besucht von Mensch und Tier.
Wäre nur die Gegend nicht so schrecklich geschichtsträchtig. DenkMal, MahnMal, FriedHof! Vieles kennen wir von früheren Besuchen, teils mit den heranwachsenden Kindern. Diesmal belassen wir es mit dem Besuch der Necropole an der Zufahrt zum Platz. 6537 Söhne, 2000 davon unbekannt, liegen hier, vom Vater fürs Land entsandt zum töten, getötet werden, um die Chance auf ein friedvolles Leben, eine Familie, gebracht, wie Millionen andere in der Region, in Frankreich, in Europa!
Zurück zum Alltag. In Verdun nutzt Jürgen die LKW-Waschstraße und nun strahlt Ive wieder, von außen! Den Putz von innen verschiebe ich auf moderate Temperaturen und die Zeit nach der Erledigung notwendiger Reparaturarbeiten.
Nachmittags erreichen wir Rodemack, nahe den Grenzen zu Luxemburg und Deutschland. Der wohl letzte Stopp in Frankreich, das kleine Städtchen soll den Besuch wert sein. Fußläufig liegt ein netter, erneut wieder kostenfreier, Wohnmobilstell- und versorgungsplatz.
11.06. – 17.06.2026 Wunderbare Flusslandschaft der Cèze bei Saint Laurent de Carnol, pittoreske Dörfer. Eine Art Stellplatz zwischen Weinstöcken und Großkellerei für uns alleine.
Archêche, der Pont d´Arc bei Vallon Pont d´Arc lockt, trotz des hohen Tourismusaufkommens. Ive fällt auf im Städtchen, auf dem Camping sowieso. Olaf schaut vorbei, hat den Tipp, die Bar La Grotte des Tunnels zu besuchen, wo Mary und Thorsten mit Gitarre, Akkordeon, Gesang tolle Stimmung zaubern.
Frisch geduscht, kleine Wäsche, Wasser gebunkert, Campingplatz halt, aber weder wir noch unser Dicker passen in die Enge des Camps. Auslauf außerhalb ist ebenfalls schwer möglich. Eingezwängt zwischen Fels, Fluss und Versorgern aller Arten verläuft die Route des Gorges, auch als D290 bekannt. Alles Motorisierte zwängt sich, teils durch enge Naturtunnel, aneinander vorbei. Fußgänger werden ausgeblendet, auf Shuttlebusse oder Bergpfade verbannt. Der Weg, Teil des GR4, zur Pont erfordert lt. Komoot gute Kondition und Trittsicherheit. Die Abschnitte sind teilweise felsig und steil, weshalb die Strecke … als mittelschwer bis anspruchsvoll gilt. Zudem führt er großteils über Geröll aller erdenklicher Körnungen. Vor Ort fehlen Infos, vollmundige Ankündigungen an der Rezeption sind wenig hilfreich, Schautafeln zu Wanderwegen fehlen, einfache Apps weisen keine Höhenlinien aus und so ist es nicht verwunderlich, dass in der Gegend neben Unfällen zu Wasser und auf zwei Rädern, die allenthalben auf Warntafeln Verewigung finden, das Gros der Rettungseinsätze auf Wanderer bzw. Kletterer entfällt, ca. 100/Jahr. Und doch irritierend, wo heutzutage vor jeder Bananenschale gewarnt wird. Anders als die Wanderwege sind Strände und Fluss überfüllt. Es fehlt nicht viel, man könnte trockenen Fußes die Ardèche queren. Schade, ein beeindruckendes Naturdenkmal ist zum Affenzirkus verkommen.
Auf der N102 nordwärts zwingen uns Unfälle und Bauarbeiten immer wieder auf kleine Bergstraßen. Und so beenden wir den Fahrtag bereits nachmittags in Meyras, ehemals Halt für Eselkarawanen und heute mit dem kleinen Eisenbahnmuseum von Dédé attraktives Ziel für große Jungs.
In der Auvergne, genauer im Velay, sehen wir Le Puy bereits von Weitem: Das Kirchenensemble St. Michel, auf der markanten Felsnadel thronend, die Marienstatue Notre Dame de France, gegossen aus 213 im Krimkrieg 1855 erbeuteten russischen Kanonen, die monumentale Kathedrale mit Hotel de Dieu (UNESCO-Welterbe-Stätte, 10./11.Jhdt.), die mit 134 Stufen den Mont Anis hinauf erklommen werden will und einen sehenswerten Kreuzgang (12. Jhdt.) besitzt. Le Puy, bereits seit 951 Ausgangspunkt der ältesten, traditionsreichsten Etappe des französischen Jakobsweges, GR 65, Via Podiensis, Aufschwung erhaltend seit der Wiedereroberung Spaniens aus muslimischer Hand im 11. Jahrhundert.
Hochzeitstag, leider auch Tag der Verabschiedung einer langjährigen Freundin im fernen Ausland. Immer wieder wandern unsere Gedanken zu ihr, den Angehörigen. Zu alt, um jung zu sterben und doch viel zu früh! Carpe Diem, meint Horaz, pflücke den Tag. Wir halten inne!
31.05. – 10.06.2026 Eintauchen in die französische Sprache, dringend ist ein mise à jour erforderlich. Savoir-vivre zu übernehmen fällt leicht, schnell stellt sich bien être ein, klar, wir setzen die rosarote Brille auf und fast alles erscheint perfekt. Das Imperfekte zaubert das Licht der Provence hinweg. Rasch wenden wir uns vom wuseligen Gedränge am Meer ab in die Berge, doch nicht zu weit, die Route Napoleon ist eng, zudem schnell überlaufen. Über Le Rouret erreichen wir Aups im Department Var, ein Dorf, trotz der nur rund 2200 Seelen und mittelalterlicher Gassen voller Leben strotzend. Am Markttag wartet es mit einem kulinarischen Angebot auf, das mancherorts in D nicht mal Städte bieten. Qualität ist jedoch auch erschreckend teuer.
Wandern entlang der Ockerfelsen von Roussillon heißt laufen zwischen bizarren, farbigen Sandsteinformationen, dereinst vom Ozean geformt. Heute strömen Touristen, wie wir, durch den pittoresken, gleichnamigen Ort. Der örtliche Stellplatz lockt nicht, und wir verlegen unser Domizil nach Gigondas, wo Campingverhalten gelebt werden darf, wandern sowieso. Just am Wochenende findet die Durchquerung der Dentelles de Montmirail statt, ein bekanntes Laufereignis vom Marathon bis hin zur einen Kilometer langen Distanz für die Jüngsten. Der kleine Wohnmobilstellplatz wird zum Event vor allem von Einheimischen belagert, grillen, picknicken, schwatzen.
An der Domain des Lauribert bei Visan gesellen sich Silva und Joachim zu uns, die um des Wiedersehen willens ihre Urlaubspläne änderten, herzlich merci! Die Domain bietet kostenfreie Wohnmobilstellplätze mit Service, zudem üppige Weinprobe, ebenso unentgeltlich. In schöner Lage schweift der Blick über Lavendel- und Weingärten, wir leben wie die Götter in Frankreich ;-). Soviel Gastfreundschaft entlohnen wir mit einem umfangreichen Einkauf; eine win-win-Situation, wie es scheint, erhält Jürgen doch beim Bezahlen noch eine gute Flasche als Präsent.
Nach schönen Stunden steht der Abschied an. Wir fahren ins Tal der Cèze nach Saint Laurent de Carnols, wo es für Jürgen zunächst heißt, die Shurflo-Pumpe zu tauschen, die vierte muss er mittlerweile einbauen. Unsere Freunde fahren südwärts.
Wenig Geschichten erzähle ich derzeit, aus persönlichen Gründen; Fotos berichten, fangen Stimmungen ein! Ihr könnt uns ja auch mal was erzählen …
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Liebe Marion, lieber Jürgen,
hab gerade Eure neuesten Fotos auf Eurem Blog angeschaut – und war SEHR happy! Ich liebe die Provence, vor allem die Gegend um den Luberon!
Vertraute Fotos aus Roussillon und von den Farben der Provence. Herrlich!!!! Es war ein freudiges Wiedersehen!
Ein amüsanter, auch nachdenklicher Bericht aus Italien. Wünsche euch, dass noch mehr “ Gott in Frankreich“ vorhanden ist als „dolce vita“ in Italien. Wir haben, 3 Jahre nachdem wir in Italien waren, einen Strafzettel wegen angeblich nicht bezahlter Maut erhalten!
Liebe Grüsse aus Bolivien
Schöne interessante Berichte aus Ungarn, Rumänien, Bulgarien seit den letzten 12 Jahren. Gut so! Beinah hätten wir uns in Maribor treffen können.. Mautboxen ärgern mich. Ganz besonders die in Österreich. Fahrt drumum!
Liebe Grüße aus der Heimat
Christiane
Ja, wahrlich schade, ihr ward zu flott! Österreich? No go, schon seit fast 10 Jahren!
Schöner Bericht über Ungarn!
Die Bürokratie, Verbote die man als Reisender erst mal kennen muss, die Enge in Europa macht wenig Lust zurückzukehren.
Aber auch in Südamerika gibt es unerfreuliche Überraschungen. Wir stecken noch in La Paz, die Stadt durch Strassenblockaden weitgehend abgeschnitten, es gibt keinen Sprit, jd. Tag Demonstrationen, auch gewalttätige Strassenschlachten mit der Polizei. Die meisten Reisenden sind bereits in Nachbarländer ausgereist, wir fliegen heute wieder nach Sucre, wo unser Auto steht.
Wünschen euch eine gute Weiterreise und liebe Grüsse
… hab heute noch an euch gedacht, mich gefragt, in welchem Chaos ihr gerade steckt.
Und, wie sagte ich zu dem Slowenen an der Tankstelle, wo wir die Box kauften, um mit dem LKW die Autobahnen befahren zu dürfen: der Dschungel in Afrika war mir lieber, als der der europäischen Bürokratie. In Afrika durfte ich die Machete schwingen ;-).
Macht es gut und danke für den Besuch!
Hallo Jürgen und Marion, Es war schön euch Gestern zu begegnen. Abentuerliche Menschen haben immer viel erlebt und Geschichte zu erzählen. Und es macht froh wenn ich andere Menschen begegne die auch durch alle Quatsch hin schauen.
Ich habe mein Email Postfach gecheckt und dass war nu 30% gefült. Wie verabredet versuche ich es jetzt via diesem Weg. Versuche nochmal ein email. Möchte es wieder falsch gehen, versuche mein ‚reserve‘ email. Ich schicke noch ein email von dem mailbox.
Ich wünsche euch gute Reise und viel Spass. Wenn euch jemals wieder hier in die Gegend sind, immer welcome.
Grüsse Arne (Drávasztára)
Guten Morgen Arne,
danke für deine lieben Grüße und die leckeren Eier! Ich habe versucht über beide Adressen eine E-Mail zu senden.
Nur reserve Mail geht, braucht jedoch lange für den Versand.
Ihr Lieben,
Unsere Erfahrung von Ost nach West so gut beschrieben. Und die von Albanien nach Montenegro, dann Kroatien gleich mit. Verständlich, aber macht mich auch melancholisch.
Schöne Tage ohne zuviel Bürokratie noch!
LG Christiane und Alex