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Europa 07/2026 – xx/2026
17.08. – 13.09.2026 Deutschland, kein Sommermärchen? Dass der Fußball nur selten den Weg ins Tor findet, ist bereits nahezu vergessen, politischer Alltag hingegen die vom Motto Eigentore geprägte Lage. Eher im Stillen meistern insbesondere deutsche Reiter und Pferde auf dem Aachener CHIO – Gelände die Hürden, sind Sieger im Medaillenregen der Reitweltmeisterschaft!
Und wir? Wir genießen, wenig öffentlich, sondern auch eher still, sprich in unseren Erinnerungen und Herzen, den persönlichen Märchensommer, Besuche und Ausflüge mit Familie und Freunden. Doch auch Auszeiten à la du und ich sind dabei, wie Zum Wehrhaften Schmied, quasi nebenan meiner Geburtsstätte in Aachen. Seit fast 200 Jahren, mit Unterbrechung im II. Weltkrieg, ist das Lokal Gastraum mit dem Flair längst vergangener Jahrzehnte und dem allzeit aktuellen Spruch des Hauses In dieser Gaststätte sind alle Menschen als Gäste willkommen, egal welcher Nationalität oder Religion sie angehören. Diese Gesinnung soll 1942 zur Zwangsschließung führen, das Bombardement Aachens kommt dem zuvor. Bereits 1949/50 erfolgt der Wiederaufbau. Bei unserem ersten Besuch der Lokalität erleben wir, dass Freundlichkeit, Service, Aufmerksamkeit großgeschrieben werden. Schmackhaft und sättigend ist es zudem, international, griechisch, bodenständig, ehrlich.
Reparaturen existentieller Art sowie für Ives Schönheit sind erledigt, der Schmutz aus allen Ecken beseitigt, na ja, fast. Entsprechend ist unser beider Aufenthalt eher nicht nach Art Wellness. Macken, Schrunden, Falten nehmen zu – Luxusprobleme! Nächste Woche soll Ive wieder südwärts rollen! Es ist an der Zeit. Die Konten leeren sich rapide und fast noch schneller hält der nasse Herbst Einzug in die Region. Da fällt der Abschied nicht so schwer, zudem sind wir bald wieder da, um die Weihnachtszeit zu genießen. Nur mal eben nach Algerien. Die Vorfreude auf die Reise, die Truppe, insbesondere auf Pia und Klaus, ist groß! Und ich muss kaum was arrangieren. Hoffentlich vergesse ich in der Hängematte des Organisierten nicht Wichtiges.

Letzte Junitage16.08.2026 Bevor wir wieder auf Tour gehen fangen wir mal mit dem Ende an. Die Rückkehr von der dreijährigen Afrikareise steht unter dem Motto: Nach der Reise ist vor der Reise. Ankommen, den Sommer genießen. Sonnenschein und meist blauer Himmel scheuchen Gedankengrau meist von dannen. Auch das hohe Arbeitspensum, vor allem meines, ist gut unterzubringen, Schönes beschäftigt mich: Restabwicklung der vergangenen Reise, Werbung für uns, das Ruandaprojekt nebst Buchverkauf, Pflege von Sozialkontakten vis-à-vis, Menschen mit allen Sinnen erleben, nicht über bits und bytes. Und nicht zuletzt die Planung der Algerienreise, eine Gruppenreise mit überwiegend für uns fremden Teilnehmern. Viel Konzeption braucht es nicht, fürs Gros sorgen die Initiatoren Pia und Klaus sowie Desertreisen. Jürgens Landung hingegen ist eher von der Sorte hart und weniger herzlich! Schnell stellt sich heraus, dass Afrika unseren Iveco arg mitgenommen hat. Es braucht gleich mehrere Fachleute und Werkstätten, um Ive wieder zusammenzuflicken. Den Anfang macht Jan, der fürs Facelift sorgt, dank seiner Schweißkunst ist das Führerhaus nun wieder am Stück! Einen tollen Job machen anschließend Martin Baginski  und Team. Reifenwechsel und Frontscheibentausch sind eher von der Sorte: Alltag. Aufwand stecken in der Recherche zum Ersatzteil, zwei Scheiben gibt es noch in Europa. Zwischendurch fordere ich meinen Systemadministrator heraus mit Datenmanagement. Viel Zeit für Zweisamkeit bleibt nicht. Eine fast vergessene Erfahrung.
Ach ja, nicht selbstverständlich, alle unsere persönlichen Werkstatttermine verlaufen ohne Beanstandungen!
Wunderbare Stunden in unserem Domizil erleben, die idyllische Garteninsel genießen. Doch es ist nicht zu leugnen, Deutschland fordert, blockiert, zehrt. Nein, es sind nicht die Temperaturen, es ist der Umgang damit und miteinander. Ich erinnere mich sehr gut und gerne an den sog. Jahrhundertsommer 2003. Die von Summertime geprägte Stimmung im Land, Hitze der Felder, Kühle der Wälder, schier endlos lange laue Abende, Licht, Leichtigkeit des Seins. Und heute? Krisenmodus in allen Medien, tagein tagaus. Die latent aggressive Grundstimmung entlädt sich hier und da, dünnes Eis im Hochsommer. Was hat sich, den Menschen, in den letzten 23 Jahren verändert? Was ist anders an diesem – evtl. neuen – Jahrhundertsommer? … Führt die tägliche Dusche zum schlechten Gewissen, oder schmerzt der heimische Rasen, der trotz Wasser braun und welk ist, weil ihm Nahrung fehlt? Ein Glas Wasser, ist es plötzlich bedeutsam?

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