2019 >GoSouth_Europa

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Und wieder einige kurze Filme von unserer Reise:

2019.08.28 Frankreich Schleuse Accolay (9,3 MB; 130 sec)

D, B, L, F
05.09. – 10.09.2019 Tours besitzt mieses Technikkarma. Abends stranden wir in der Straßenbahn. Bahn fährt, fährt nicht, fährt, zwischendurch laufen wir nebenher, kommen nach langer Odyssee entnervt an den Womos an. Feierabendbier, ein schnelles Abendmahl, müde fallen wir in die Betten. Morgens noch einkaufen und dann das nächste Chateau einsammeln – so der Plan. Realität: Vor dem Supermarkt versagt Ive den Dienst. Schnell steht die Diagnose fest: Anlasser defekt, Nr. 3!  Da Jürgen immer einen auf Reserve dabei hat, ähh…. jetzt nicht mehr …. sind wir knapp zwei Stunden später wieder unterwegs.  Alles wär ok, wenn sich das Fenster an der Fahrerseite schließen ließ…. Gott sei Dank regnet es nicht. In Rigny-Ussé fahren wir den Camping Municipal an, benötigen ein wenig Infrastruktur (duschen, waschen, entsorgen, reparieren…) Das Beheben der Zugluftbaustelle gestaltet sich schwierig, die Führungsschiene besteht fast nur noch aus Rost und wird von diesem zusammengehalten. Aber der Technikmeister hat Erfolg. So bleibt Zeit ins nahe Örtchen zu schlendern, in einer Degustation du vin verschiedene Chinon zu testen und die Womos mit dem einen oder anderen Tropfen zu füllen. Jetzt haben wir ein Problem: der junge Rote ist lagerfähig, aber die zwei Kartons von dem Vielle Vin sollten in den nächsten Monaten getrunken werden. Wir arbeiten dran! Das Restaurant am Chateau Ussé entpuppt sich als kulinarisches Kleinod! Danke Silva und Joachim für die Einladung! Und so geht es uns trotz miesem Technikkarma richtig gut!
Schloss und Parkanlagen von Ussé dürfen auch Hunde besichtigen und so wandeln wir mehrere Stunden gemeinsam durch die St. Anna-Kapelle, Kellereien, Sattlerei, betrachten Kutschen, die musealen Bereiche des von Herzog de Blacas bewohnten Chateau und den Dornröschen-Turm mit Exponaten zum Märchen. Die Romantik der Umgebung inspirierte Charles Perrault zu der Fabel. In Chinon, ein nettes Mittelalterstädtchen an der Vienne nahe der Mündung in die Loire, begnügen wir uns mit dem Blick in die Burgfestung, auf der Jeanne d´Arc 1429 weilte, bevor sie bei Orléans die Engländer vertreib. Nach einiger Suche finden wir bei Turquant s/ Loire einen lauschigen Platz. Gegrilltes Hack, Champignongemüse, Bleu d´ Auvergne und frisches Baguette, dazu mundet der Chinon, ein Cabernet Francvon der Domain de l´Abbaye ausgewogen, mit satten Taninen, leichtem Eichenfassaroma….. wir hätten mehr kaufen sollen! Stippvisite in Saumur, autowandern entlang der Loire bis Saint Remy la Varenne. Kleine, alte Dörfer, enge Straßen und Gassen, üppiger Blumenschmuck, hier und da schlafende Schönheiten, Chateaux, die teils von vergangenem Glanz berichten, manche aber auch bestens herausgeputzt.

31.08. – 04.09.2019 Der Besuch von Orléans ist ein mustweilt man an der Loire. Wir parken auf einem zentral gelegenen, schattigen Parkplatz, bestaunen die CathedralSte. Croix, das Rathaus, den Place du Martroi und entdecken, dass Abends ein Lichtspektakel in der Stadt stattfindet. Entgegen des ursprünglichen Plans bleiben wir, der Parkplatz ist für die Nacht geeignet und wir erleben Orléans bei Nacht. Eine pulsierende junge Stadt. Menschen verschiedenster Herkunft bevölkern Straßen und Gassen, genießen den Sommerabend. Um 23:00 Uhr wird die Fassade der Kathedrale zur Leinwand für ein von Ton untermaltes Lichtspiel, das die Geschichte der Stadt und von Jeanne d`Arc erzählt: Aufbau, Zerstörung, Belagerung durch die Engländer, Befreiung 1429 mit Hilfe Johannas. Ein midnight-drink in turbulenten Gassen und eine ruhige Nacht in den Wohninseln.
Im Val de Loire strahlt die Sonne mit Glanz und Gloria Frankreichs längst vergangener Zeiten um die Wette. Die Chateaux, die sich wie Perlen entlang eines blauen Bandes aufreihen, symbolisieren Macht, Leistungsfähigkeit und Stärke des StaatesUnter Francois I erfolgte am 06.09.1519 die Grundsteinlegung für das prächtigste und größte aller Schlösser im Loire-Tal, Chateau Chambord. Kein geringerer als Leonardo da Vinci beeinflusste die Architektur mit seinen Ideen, auch wenn er bereits im Jahr des Baubeginns iKönigsschloss von Amboise, wo er seit 1516 lebte, starb. Der Prunkbau mit seinen rund 400 Zimmern entstand über verschiedene Epochen, war meist unbewohnt, wurde jeweils für Jagdgesellschaften möbliert und eingerichtet, um den Hunderten Geladenen als Gaststätte zu dienen. Mit seinen Außenmauern von mehr als 30 Km Länge stellt der Park die weltweit größte umfriedete Parkanlage dar. Im Innern beeindrucktvor allem die doppelläufige Wendeltreppe, zwei Menschen können die zweiTreppenläufe besteigen, sich durch die zahlreichen Öffnungen sehen, begegnen sich aber nie, eine architektonische Meisterleistung.
Südlich von
Blois lassen wir an eineidyllischen Platz am Fluss den Tag mit einem wärmenden Lagerfeuer ausklingen. Weiter nach Amboise. Ein Blick auf das historisch bedeutsame Chateau, wir schlendern durch die Gassen des Städtchens, verfolgen die Landung der drei Boote, die anlässlich der 500 Jahrfeier von Schloss Chambord den symbolischen Grundstein in sechstägigeFahrt von Tours nach Chambord bringen: Le Voyage de la PierreWeiter. Mit Blick auf Schloss Chenonceau an der Cher liegt mitten im Wald unter dichtem Blätterdach ein verträumtes Plätzchen. Nachteil: Solarzelle lädt kaum. Vorteil: Leises Blätterrauschen wiegt uns in den Schlaf.
Schloss Chenonceau,
nach Versailles das meistbesuchte Schloss Frankreichs, wurde in seiner etwa 800 jährigen Geschichte vornehmlich von Frauen beeinflusst, deshalb nennen es die Franzosen auch Chateau des DamesDie Galerie auf der Brücke über die Cher, die das Chateau so unverwechselbar macht, wurde z.B. von Katherina von Medici beauftragtUnd in der Tat besitzt das Schloss etwas verspieltes, elegantes. Nach ausgiebigem Spaziergang fahren wir weiter gen Westen, Tours ist das nächste Ziel. Das Städtchen hat einige schöne Fleckchen und Gebäude zu bieten, wird aber vom Gesamteindruck her doch sehr von neuzeitlichen Bauwerken bzw. Bausünden geprägt.


26.08. – 30.08.201Tagsüber ist es heiß, Jürgen kühlt die Solarzelle, damit sie ihren Dienst optimal leisten kann. Die Nächte sind sternenklar, wir bestaunen die Milchstraße, das Quecksilber fällt auf um die 10°C – tolles Wetter! 12Betakilometer liegen hinter uns. Hügelige Landschaft. Felder, von denen die Ernte eingebracht wurde. Sonnenblumen neigen schwer von öliger Frucht ihre Köpfe. Wälder, in denen die Sonne ein bizarreSpiel von Licht und Schatten zaubert. Kleine Dörfer, Häuser und Höfe teils dem Verfall preisgegeben aber oftmals wunderbar erhalten, restauriert. Kirchen aus längst vergangenen Jahrhunderten. Menschen lächeln, grüßen. Am Wegrand ein Rehkitz, verwundet, krank? Jemand kümmert sich. Eine Stimmung der Achtsamkeit, Superlativ scheint wenig Wert zu besitzen. So mutet es anso will ich es sehen.
Silva und Joachim kommen zu Besuch nach Accolay. Einige Zeit wollen wir gemeinsaauf Schlössertour entlang deLoiretals – UNESCO-Welterbe gelistet – gehen. Teepause mit Blick auf das Chateau von Gien, Bummel durch Sully s/ Loire am frühen Abend.


23.08. – 25.08.201Getüvt, gecheckt, Maschine, Minouk und Mensch altersgemäß fit, sind wir wieder auf Reisen! Fünf Wochen waren im Heimathafen ausgefüllt mit planen, bauen, einziehen in die kleine wunderschöne Einliegerwohnung unseres großen Hauses. So nebensächliche Dinge wie Eingang und Küche fehlen noch. Wunderbare Stunden verbringen wir mit Familie, Freunden und Bekannten. Auf der sehr stimmungsvollen Hochzeit von Karola und Rainer, wo nicht nur der Hochzeitscorso aus zahlreichen großen WoMos, angeführt von Rainer mit Konrad https://www.konradontour.de bewegt, lernen wir die Weltenbummler Paola & Igel kennen https://grenzenlos2001.wordpress.comAls Künstlerin mit breitem Repertoire und Kreationen von EigenArt entpuppt sich Franzi bei einem Besuch in Belgien….In Aachen stolpere ich/Marion über die Künstleraktion https://mensch-das-projekt.de,  lesens- und sehenswert.
Viele Menschen treffen wir auch nicht, hat sich nicht ergeben. Vielleicht beim nächsten Besuch in Deutschland? Schwer fällt auch diesmal wieder der Abschied, ungewiss sind Route, Ziel und Ende, so soll es seinManches wird sich verändern, während wir unterwegs sind. Bereits im Dezember werden die Enkel andere Menschlein sein, wenn wir auf Heimaturlaub kommen. Ive ist dann erstmals nicht dabei. Er bleibt in Marokko, wartet darauf, mit uns den Weg nach Westafrika fortzusetzen. Anders als bei >GoEast und der verhinderten KaFe-Fahrt haben wir diesmal wenig geplant. Nordwestafrika kennen wir, die politischen Entwicklungen im südlicher gelegenen Westafrika sind, nennen wir es volatil. Wir werden uns an die jeweiligen Entwicklungen anpassen müssen.
Bei Thionville, unweit der Autobahn und doch im Grünen, liegt der erste NachtplatzEin Cremant de Loire mundet hervorragend zum Abendessen. Entlang des Klostervon Pontigny, Zisterzienserabtei aus dem 12. Jhdt., vorbei am Dörfchen Chablis nach Accolay am Zusammenfluss von Yonne und Canal du Nivernais. Den idyllischen Platz entdeckten einst Birgit und Ralph. Warme Herbsttage verbrachten wir damals hier. Grillen, Moped fahren, schwimmen, wandern, Sternenhimmel….. wohltuend nach den ereignisreichen, arbeitsamen Wochen daheim.

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4 Gedanken zu „2019 >GoSouth_Europa

  1. Ihr Lieben,
    5 Wochen schon unterwegs, ihr gen Süden in die Wärme, wir in den englischen Spätsommer, besser Frühherbst. Grüsst die Loireschlösser von uns! Deine Beschreibungen, Marion, so stimmungsvoll wie immer. Wären gerne bei euch, aber die schöne Northcumbia-Küste hat auch was und auf den Orkney Inseln können wir dann vielleicht endlich Nordlichter sehen! Namkha gefällt es, sie trägt ja auch Pelz… Fahrt glücklich weiter und lasst uns wie immer teilhaben!
    Liebe Grüße euch
    Alex und Christiane aus der Minna

    1. Hallo Minnas,
      ganz lieben Dank für euren Besuch und die aufmunternden Worte. Bislang war das Wetter top, aber im Moment wäre Friesennerz die richtige Kleidung. Die Franzosen brauchen den Regen, wir sind noch bester Dinge, dass es eine begrenzte Episode ist. Nordlichter? Ja, hat was, aber: im Flieger nach Norden, anschauen, im Flieger retour – am Besten direkt nach Merzouga auf die Düne 😉
      Euch viel Sonne, warme Gedanken, wärmenden Sherry – oder so!!!
      majuemin

  2. Erster!

    Wir senden euch viele Grüße nach Frankreich. Das Land ist ja schon fast zu euerer zweiten Heimat geworden. Lasst es euch gutgehen und genießt die Reise.

    LG,

    Sabine & Simon

    1. Hi Sabine und Simon,
      die Ersten erhalten einen französischen Champagner als Gastpräsent. Am jeweiligen Stellplatz – gekühlt mit französischen ors d´oeuvre! Natürlich nur solange wir in Europa sind 😉
      Lg majuemin

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