2019_GoSouth_West_Africa

 

Reiseroute durch Westafrika

Einige kurze Filme von unserer Reise;  Update 15.02.21 (klick hier):

Senegal  
15.02. – 19.02.2021 Tag um Tag warten auf die Cartes d’identité d´étranger. Der ´hilfreiche Senegalese´ macht Ausflüchte, webt Lügengespinste. Ja, wir sind einem Betrüger aufgesessen. Die zum Termin gelieferten Certificats de Résidence sind ok, auch notwendig zum Erhalt der endgültigen Ausweispapiere, doch wertlos bei einem Grenzübertritt. Nach aufwendiger Suche mit Hilfe Ortsansässiger finden wir ihn, hat er sich zuvor telefonisch verleugnen lassen. Durch massiven Druck gibt er die persönlichen Antragspapiere zurück, ergo: nichts geschah. Neben Geld ist Zeit verloren für den Gang durch die Instanzen zur Erlangung der AusweiseDoch den zweiten Anlauf starten wir im Raum Dakar. Denn wir haben gelernt: In der Provinz geschieht nichts, s. Carnet, alle Dinge werden in der Hauptstadt beschieden; und: Selber schuld. Es gibt Dinge, die gibt man nicht aus der Hand, ist der Druck auch noch so groß und das Angebot zu verlockend. Wir suchen noch den Dorfchef auf, erklären die Sachlage, verdeutlichen unsere Einsicht, dass nur Gelegenheit Diebe macht, jedoch das betrügerische Verhalten des Mannes das Bild des freundlichen, vertrauenswürdigen Senegalesen Lügen straft. Er will sich der Sache annehmen. Inshallah, bzw. ´so Gott will´, unsere ´Handelspartner` sind Katholiken.
Kassensturz in Sachen Diebstahl, Betrug und Korruption während zwölf Monaten Senegal: rund 1000 €. Etwa 10% der Gesamtaufwendungen.
Fathima
bringt Obst, Nüsse, Gebäck. Ich/M erzähle, dass wir Kabrousse verlassen. Tränen füllen ihre Augen. Wer wird nun ihre Ware kaufen? Wir seien doch beste Kunden. Eine der wahren Verliererinnen. In der Krise, im Bemühen um ehrliche Preise und ein wenig Verdienst.
Auch der Himmel hat Trübsal im Gepäck. Statt dem Blau der letzten Monate herrscht seit Tagen Novembergrau um uns herum. Verursacher sind wohl Saharastürme. 
Aufbruch, einige Dinge erledigen: Vom französischen Gastgeber mit kleinem Präsent verabschieden, Wasser tanken, Vorratslager mit Lebens- und Genussmitteln füllen, zwei Paar Schuhe kaufen. Nicht dass ihr meint ich/M sei shoppen gewesen, Billigschlappen vom Straßenrand. Unsere Fußbekleidung löst sich zunehmend auf bei den Kilometern, die wir abspulen. Heute ziehe ich beim Neuerwerb mit Jürgen gleich! Wenig später stehen wir zwischen Gärten und Dünen bei Diembering. Strandspaziergang. Blasen! Scheiß´ Billigschlappen. Leider im Süden alternativlos. Frustfraß: Lasagne mit richtig viel Rindfleisch, selbst gemachteTomatensoße und dicker Käsekruste, süffiger Roter aus Marokko. Kokosnussbällchen mit Yoghurthonigcreme … und morgen wartet ein würziger Rohmilchziegenkäse auf uns.

10.02. – 14.02.2021 Minouks Medikamente sind da. Großartig, wie uns Babacar Lam aus Kabrousse bei der Beschaffung helfend zur Seite stand. Ihn und Verena lernten wir im Juli letzten Jahres kennen und schätzen https://www.zimlammoringa.com. Wir erfahren von der schwierigen Situation, ihr Projekt und Moringa-Produkt, Tee und Puder vom Baum des Lebens, zu verkaufen. Effiziente Agrar- und Bioproduktion funktionieren gut, Abnehmer fehlen. Den Einheimischen fehlt entweder das Geld, der Glaube an Moringa Nébéday, oder beides. Weiße Abnehmer sind rar. Beim Einkauf in der Apotheke stolpere ich/M über ihr Erzeugnis. Chemie ist billig, Bio hochpreisig.
Das Carnet ist zwar nicht verlängert, jedoch besitzen wir eine Zollerklärung, mit der sich Ive auf unbestimmte Zeit bis zu maximal einem weiteren Jahr im Senegal aufhalten darf, so der Überreicher der Papiere vom Zoll. Die touristische Durchreise Gambias sei ebenso möglich lautet seine Auskunft. Wir werden es testen, demnächst.
Zuvor gönnen wir uns das Valentinsbüffet im Les Pecheurs https://www.villadespecheurs.com/hotel-cap-skirring-senegal.html um die Ecke. Drei Dinge beobachten wir, einfach zusammenzufassen „leben und leben lassen“. Zum Ersten: Begrüßt mit Prosecco, gefolgt von einer Weltreise in die Kulinarik sowie korrespondierender Weine und Disco bis weit nach Mitternacht. Zum Zweiten: Schwarz bedient, Weiß verdient. Zum Dritten: Die allermeisten Paare sind weiß, die wenigsten schwarz. Häufiger ist die Mischung, mal so, mal so, doch immer, so scheint es, junge schwarze Haut gegen altes Geld. Es eint der Glaube
Yes, we wereBorn to be alive
Time was on my side
When I was running down the street
It was so fine, fine, fine
A suitcase and an old guitar
And something new to occupy
My mind, mind, mind …. 
Schwarz wie Weiß tanzen, springen, singen, kaum jemand bleibt auf den Stühlen! … Yes, we wereborn to be alive, Helau und Alaaf! Im Vertrauen darauf, dass Jahrtausende alte Traditionen ein Stück Menschheitsgeschichte sind, die sich schwerlich austreiben lassen. Und das ist gut so, denn es wird eines der wichtigsten Gleichheitsprinzipien überhaupt ausgeübt, bis heute ein charakteristisches Merkmal des Karnevals https://de.wikipedia.org/wiki/Karneval,_Fastnacht_und_Fasching
Gefühle fahren mal wieder Achterbahn. Das Festsitzen erscheint als Katastrophe, dann wieder bin ich froh über den Freilauf im Vergleich zur EU-Käfighaltung. Trauer überfällt mich ob der Ereignisse in D/EU…. Über das Leben, dass Kinder, Enkel und mein Vater gezwungen sind zu führen. Die Sorge über die anstehende nächste Regenzeit kommt auf… Ja, dann müssen wir halt wiedermal herauskrabbeln aus dem Tal der Tränen, essen gehen, in die Bar am Strand …

02.02. – 09.02.2021 Die telefonische Erkundigung nach Carnet und Pass im Zoll von Ziguinchor ergibt, die Dokumente seien da. In Dakar! Doch dort könne man sie aktuell nicht bearbeiten. Der Meister des Stempels sei krank. Corona. Nur er kann stempeln. So hoffen wir, dass mit seiner Genesung die Rückkehr ins Büro und unserer Dokumente einhergehen.
Im Casamance sollen Delfine und Manatis (Seekühe) leben. Frau sieht keine, mann zwei Zahnwale. Ansonsten beobachten wir beide zahlreiche Vögel, schräge und bunte im kleinen Ort! Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit,
 das Geheimnis der Freiheit ist der Mut.
 Perikles. So nehmen wir uns die Freiheit und den Mut, nach Ziguinchor nun auch Ponte St. Georges ohne Papiere zu verlassen. Denn Samstag tritt in Cap Skirring die Musikgruppe Africa Tempo nebst den Artisten Hala Hala, Tingo Tingo und Sen Line auf. Und am Mittwoch sollen ja auch unsere Cartes d’identité étranger im nahen Kabrousse eintreffen. Der Eventrahmen ist schick, die gut besuchte Darbietung entpuppt sich eher als Essen untermalt von traditioneller Musik. Leider müssen wir vorzeitig gehen, da mich die ´Afrika-Krankheit` überfällt. Wie aus heiterem Himmel entgleist der Regelkreis des Organismus … Bei jedem von uns ist das jetzt zweimal mit leicht anderen Symptomen geschehen. Meist ist der Spuk nach 24h vorbei. So auch diesmal.
Die Tierklinik
in Zig organisiert Minouks Medikamente nicht. Über verschiedene Personen, die jemanden kennen, der jemanden kennt organisiere ich/M den Transfer von Dakar nach Kabrousse. Morgen sollen sie hier sein.
Das Carnet ist laut Zoll gestempelt und unterwegs, m
it etwas Glück sogar nach Kabrousse. 
Die Cartes d’identité? Kommen, so Matthias, nicht wie in Aussicht gestellt, sondern irgendwann. Liegen in Dakar. Irgendwo.

Menschen, meist in Wut, nicht mehr weiter wissend, neigen manchmal dazu, Türen zuzuschlagen. So wie es derzeit weltweit geschieht. Die Senegalesen erlauben Fremden die Einreise mit der Cartes d’identité étranger nicht mehr. Ebenso entfällt Immobilienbesitz als Einreisegrund. Der freundliche Franzose, auf dessen Terrain wir wieder stehen, hat die Einreise nach dem F-Aufenthalt noch geschafft, seiner Frau, später unterwegs, verweigert man bislang die Aus- bzw. Einreise.
Zudem recherchieren wir, dass der Sonderfährverkehr zwischen Marokko und EU `bis auf Weiteres` eingestellt ist.

DID, der Meister des Holzes, bringt die für uns angefertigten afrikanischen Steckstühle, sehr schöne Handwerksarbeit. Eigentlich gedacht für den heimischen Balkon. Inshallah!

25.01. – 01.02.2021 Die provisorischen Cartes d’identité treffen ein. Damit erschöpfen sich die guten Neuigkeiten. Beim Zoll in Ziguinchor ist am 27.01. der Stempelverantwortliche zur Verlängerung des Carnets nicht im Dienst. In zwei Tagen wiederkommen. Ganz dumm. Am 29.01. endet die Gültigkeit des Dokuments. Jürgen siehts entspannt. Die Zollmitarbeiter sowieso.
Im Campement treffen wir auf Heike und Frank im Traveltiger. Heike gebe ich einen Korb, die mit mir ins Städtchen will, und unterziehe Ive einer Komplettsäuberung, derweil Rochana unsere Wäsche reinigt. Hatte sie das beim Besuch zuvor exzellent erledigt, scheitert sie nun im Besitz einer Waschmaschine. Spät nachmittags, ich hoffe schon auf den Stapel frischer, schrankfertiger Wäsche, stellt sich heraus: nichts ist geschehen! Die Maschine harrt der Dinge, noch nicht mal der Wäsche! Im Besitz der Transportsicherungen verfügt sie weder über Strom- noch Wasseranschluss. Jürgen und Frank kümmern sich, Rochana erhält eine Einführung in Maschinenwäsche und ich hoffe auf die Sonne, die unser einzig verbliebenes Spannbetttuch noch trocknen wird. 19:15 Uhr, ich verzeichne immer noch keine flatternde Wäsche auf der Leine, mache mich auf gen Maschine. Diese verkündet, dass sie noch ca. vier Stunden waschen wird!?! Rochana unterstreicht die Notwendigkeit mit der Aussage Wäsche nicht sauber! Nochmal waschen! Da ich ihre Schlafgewohnheiten kenne, früh ins Bett und früh wieder raus, ist klar: Sie wird die Wäsche nicht mehr aufhängen. Nach ca. acht Stunden Ive putzen habe ich gen Mitternacht da auch keine Lust drauf. Zudem zahle ich für den Service! Der Maschine entziehe ich den Strom, anders lässt sich das Programm nicht unterbrechen, Rochana ihre Waschkompetenz und mache meinen Unmut deutlich kund. Rochana kann es nicht fassen: Toubabs mit nur (noch) einem Spannbetttuch? Die haben doch immer alles und davon noch zu viel! Scheint mir jedoch zu glauben, denn nun bin ich im Besitz eines quietschrosa Spannlakens. Thirdhand. Spannlaken gibt es im Senegal nur aus Übersee!
Morgen früh mit trockener Wäsche zum Zoll aufbrechen: Keine Chance, die Nächte sind feucht. Aufgrund der lautstarken Diskussion im Waschkeller kommt Rochanas Bruder. Er kennt jemanden, der jemanden kennt, der beim Zoll arbeitet, der Stempelgewalt hat … der holt uns morgen früh ab und die Sache mit dem Carnet ist erledigt. Leider Fakenews. Derjenige kommt zu spät, kennt jemanden, aber der stempelt nicht, wir rennen, fahren vier Stunden von Büro zu Büro – vergebens. Oftmals darf ich/M unser Anliegen erklären. Kein Problem. Jedoch die in die maskenvermummten Bärte gemurmelten Antworten entziehen sich weitgehend meinem Verständnis. Ergebnis: Carnet sowie Jürgens Pass verschwinden in einen Umschlag, sollen Montag mit irgendwem nach Dakar, nur dort könne man das Carnet verlängern, irgendwann, irgendwie retour, inshallah! Frustriert, ohne Carnet und Pass zudem um einen satten Obolus ärmer für denjenigen, der jemanden kennt, der beim Zoll arbeitet … landen wir nachmittags wieder im Campement.
Heike registriert
die miese Stimmung. Lädt uns zum Essen ein. Ein wunderbarer Eintopf aus edlen Weißfischen, Riesengarnelen, Nudeln, überbackenes Röstbrot; wir steuern Ziegenkäse und Rotwein bei. Zudem ein schön gedeckter Tisch, Stoffservietten. Balsam für strapazierte Nerven.
Aufbruch. Die Zeit bis zur Wiedervereinigung mit Carnet und Pass, hoffentlich, wollen wir nicht im Campement verbringen. Einkaufen. Zur Tierklinik. Unser Mittel gegen Sandfliegenmaden ist aus, gibt es nur im Raum Dakar. Man bestellt es. Das hörte ich in Kabrousse schon, ohne Resultat. Der Tierarztassistent diagnostiziert Minouks Beulen am Hinterlauf als fortschreitende Cysten. Spritzt Antibiotika und Vitamine gegen den Antibiotikastress, gibt ein Spray zur topischen Weiterbehandlung mit. Minouk war ein toller Patient, wahrlich patient … mit ein wenig Hilfe! 
Nach Enampore zu den Impluviumhäusern der Diola im Feuchtgebiet des Casamance https://en.wikipedia.org/wiki/Jola_people führt eine breite, teils recht ausgewaschene Pistensackgasse. Die Gebäude haben ein im Zentrum offenes Dach, eine Art Atrium, Wassersammelstelle und grünes Refugium in der Regenzeit. Uns fehlt derweil der offene Blick auf die Dinge. Auch der überteuerte, staubige Parkplatz am Impluviumhaus scheint ungeeignet, die Zeit bis zum Erhalt der Papiere zu überbrücken. Wir suchen weiter. Durchqueren das Königreich Oussouye. Auf eine Audienz bei seiner Exzellenz verzichten wir. Uns steht nicht der Sinn nach Obrigkeit, auch wenn der Herrscher maßgeblich Anteil an der Lösung des Casamancekonflikts gehabt haben soll. Mlomp, bekannt für seine zweistöckigen Häuser, passieren wir ebenfalls nur. Es mag sich um architektonische Leistungen handeln, aus Lehm mehrstöckig zu bauen. Mich berührt es nicht.
Am
Pointe St. Georges endet die Stellplatzsuche im Wendehammer der Piste am breiten Casamancestrom. Kaum dass wir stehen kommt Eric. Brauchen wir was? Essen? Schnell sitzen wir im Kreise der großen belgisch-senegalesischen Familie um die Riesenschüssel. Eingeladen. Abends kommen gegrillte Riesengarnelen, Salat und Pommes frites auf den Tisch. Gegen Bezahlung. Eric ist schließlich Restaurantmanager. Musik, lachen, tanzen … Erics Sohn lässt mich seine kleine Tochter halten. Das etwa einjährige Mädchen lächelt mich an. Ich weine. Das erste Mal unterwegs. Raub der Menschlichkeit, des grundsätzlichsten menschlichen Grundwertes, ist eins der größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte. Egal mit welchen Argumenten Politiker ihr Handeln zu rechtfertigen versuchen.


16.01. – 24.01.2021 Wenig geschieht in Kabrousse. Elf Monate im Senegal. Warten auf die Cartes d’identité d’étrangerAssoziationen an ´Sieben Jahre in Tibet´ und ´Warten auf Godot´ kommen auf. Ansonsten vertreiben wir uns halt so die Zeit. Sind im homeoffice. Jürgen lernt französisch. Ich treibe den Gedanken voran, aus dem Blog ein Buch werden zu lassen. Mal sehen was aus unseren Bemühungen wird. Lange Spaziergänge, etwas biken, schwimmen. Schwatzen mit den Einheimischen. Man kennt uns, nicht selten ertönt der Ruf Hallo Marion. Hin und wieder ein Bier, Apéritif, Digestif oder ein Essen am Strand. … Ein paar Fotos haben wir für euch!

24.01.2021 Wenig geschieht in Kabrousse? Mehr als uns lieb ist. Es brennt. Ein Anwesen auf der Piste gegenüber steht in Flammen. Lichterloh. Feuerwehr ohne genügend Wasser. Verantwortliche ohne Phantasie und Strategie. Grundlage für katastrophale Entwicklungen. Nach einer knappen Stunde greift das Feuer über die Piste hinüber auf das ca. 100m entfernte Haus bei uns nebenan. Gasflaschen explodieren immer wieder. Ive wäre abfahrbereit, doch der Wind steht für uns meist günstig. Selten dreht er in unsere Richtung. Ein Funke würde genügen, alles ist völlig ausgedörrt. Nach zwei Stunden sind beide Gebäude Ruinen. Die Flughafenfeuerwehr aus dem nahen Cap Skirring rückt an – viel zu spät. Die Katastrophe nahm bereits ihren Lauf. Soweit wir es beurteilen können kamen Menschen nicht zu Schaden. 

06.01. – 15.01.2021 Die Cartes d’identité d’étranger sind beantragt. Aus D konnten mit Hilfe netter Menschen schnell die polizeilichen Führungszeugnisse beschafft werden. Ein gute Dienste leistender Senegalese entschwindet mit den Unterlagen, Geld und unserer Hoffnung auf ein Wiedersehen mit den ausgestellten Papieren. Auch wenn die Bediensteten der deutschen Botschaft vor geraumer Zeit dem Unterfangen äußerst skeptisch gegenüber standen, sind wir guter Dinge. Was bleibt uns?
Zudem ergibt sich, dass wir in Marokko jemanden kennen, der jemanden kennt, der den Vize des Honorarkonsuls in Agadir kennt und der meint, eine Durchfahrt durch das Königreich würde uns nicht verwehrt! Scheinbar öffnen sich endlich doch mal wieder Türen.
Mit den guten Nachrichten im Gepäck starten wir ins Wochenende. Am Maya Plage, ca. 13 Km nördlich von Kabrousse, treffen wir uns mit Heike und Frank, die uns vor ca. sechs Monaten in Palmarin begegnetenAndere Blickwinkel, neue Aspekte des Reiselebens, ein Meer, das sich um das Cap Skiring etwas rauher gestaltet. An der Bar des gleichnamigen Hotels gibt es eiskalten Caipirinha unter Palmen. Den gönne ich/M mir gleich als Apéritif und Digestif. Auch der Milchkaffee tags drauf im Gartenrestaurant am Dorfplatz von Djembering, mit Milchpulver und viel zu süß, mundet wunderbar. Denn ich spüre Leben um mich herum. Menschen sitzen unter dem riesigen, Schatten spendenden Urwaldriesen. Bieten ihre Waren an, rasten, schwatzen, Reste einer Feier vom Abend zuvor werden weggeräumt.
Zurück nach
Kabrousse mit leerer WC-Kassette, vollen Wassertanks und am Automaten gefüllter GeldbörseDer Schneider bringt Jürgens neue Hose. Die Obst- und Gemüsefrauen kommen. Der Fischer preist Langusten an déjà vuwenig geschieht in Kabrousse.
Minouk legt Veto ein: Leute! Zum Tierarzt musste ich! Rassehund beim Buschdoktor! Hab´ das Impfen Gott sei Dank überlebt! Und endlich hatte meine Regierung mal ein Einsehen. Sie haben mich von der Fischplatte, die der Strand hier jeden Tag bietet, mal in Ruhe genießen lassen. Also, mit dem Sushi, da hab ich es ja nicht so. Aber die von der senegalesischen Sonne und dem salzhaltigen Wind getrockneten Fruits de mer, hhmm sag´ ich euch! Ein Gedicht. 


15.02. – 19.02.2011 Tag um Tag warten auf die Cartes d’identité d´étranger. Der ´hilfreiche Senegalese´ macht Ausflüchte, webt Lügengespinste. Ja, wir sind einem Betrüger aufgesessen. Die zum Termin gelieferten. Certificats Residence sind ok, auch notwendig zum Erhalt der endgültigen Ausweispapiere, doch wertlos für einen Grenzübertritt. Nach aufwendiger Suche mit Hilfe Ortsansässiger finden wir ihn, hat er sich doch zuvor telefonisch verleugnen lassen. Durch massiven Druck gibt er die persönlichen Antragspapiere zurück, ergo: nichts geschah. Neben Geld ist Zeit verloren für den Gang durch die Instanzen zur Erlangung der AusweiseDoch den zweiten Anlauf starten wir im Raum Dakar. Denn wir haben gelernt: In der Provinz geschieht nichts, s. Carnet, alle Dinge werden in der Hauptstadt beschieden; und: Selber schuld. Es gibt Dinge, die gibt man nicht aus der Hand, ist der Druck auch noch so groß und das Angebot zu verlockend. Wir suchen noch den Dorfchef auf, erklären die Sachlage, verdeutlichen unsere Einsicht, dass nur Gelegenheit Diebe macht, jedoch das betrügerische Verhalten des Mannes das Bild des freundlichen, vertrauenswürdigen Senegalesen Lügen straft. Er will sich der Sache annehmen. Inshallah, bzw. ´so Gott will´, unsere ´Handelspartner` sind Katholiken.
Kassensturz in Sachen Diebstahl, Betrug und Korruption während zwölf Monaten Senegal: rund 1000 €. Etwa 10% der Gesamtaufwendungen.
Fathima
bringt Obst, Nüsse, Gebäck. Ich/M erzähle, dass wir Kabrousse verlassen. Tränen füllen ihre Augen. Wer wird nun ihre Ware kaufen? Wir seien doch beste Kunden. Eine der wahren Verliererinnen. In der Krise, im Bemühen um ehrliche Preise und ein wenig Verdienst.
Auch der Himmel hat Trübsal im Gepäck. Statt dem Blau der letzten Monate herrscht seit Tagen Novembergrau um uns herum. Verursacher sind wohl Saharastürme.
Aufbruch, noch einige Dinge erledigen: Vom französischen Gastgeber mit kleinem Präsent verabschieden, Wasser tanken, Vorratslager mit Lebens- und Genussmitteln füllen, zwei Paar Schuhe kaufen. Nicht dass ihr meint ich/M sei shoppen gewesen, Billigschlappen vom Straßenrand. Unsere Fußbekleidung löst sich zunehmend auf bei den Kilometern, die wir abspulen. Heute ziehe ich beim Neuerwerb mit Jürgen gleich! Wenig später stehen wir zwischen Gärten und Dünen bei Diembering. Strandspaziergang. Blasen! Scheiß´ Billigschlappen. Leider im Süden alternativlos. Frustfraß: Lasagne mit richtig viel Rindfleisch, selbst gemachteTomatensoße und dicker Käsekruste, süffiger Roter aus Marokko. Kokosnussbällchen mit Yoghurthonigcreme … und morgen wartet ein würziger Rohmilchziegenkäse auf uns.

Fotos SN 59

10.02. – 14.02.2021 Minouks Medikamente sind da. Großartig, wie uns Babacar Lam aus Kabrousse bei der Beschaffung helfend zur Seite stand. Ihn und Verena lernten wir im Juli letzten Jahres kennen und schätzen https://www.zimlammoringa.com. Wir erfahren von der schwierigen Situation, ihr Projekt und Moringa-Produkt, Tee und Puder vom Baum des Lebens, zu verkaufen. Effiziente Agrar- und Bioproduktion funktionieren gut, Abnehmer fehlen. Den Einheimischen fehlt entweder das Geld, der Glaube an Moringa Nébéday, oder beides. Weiße Abnehmer sind rar. Beim Einkauf in der Apotheke stolpere ich/M über ihr Erzeugnis. Chemie ist billig, Bio hochpreisig.
Das Carnet ist zwar nicht verlängert, jedoch besitzen wir eine Zollerklärung, mit der sich Ive auf unbestimmte Zeit bis zu maximal einem weiteren Jahr im Senegal aufhalten darf, so der Überreicher der Papiere vom Zoll. Die touristische Durchreise Gambias sei ebenso möglich lautet seine Auskunft. Wir werden es testen, demnächst.
Zuvor gönnen wir uns das Valentinsbüffet im Les Pecheurs https://www.villadespecheurs.com/hotel-cap-skirring-senegal.html um die Ecke. Drei Dinge beobachten wir, einfach zusammenzufassen „leben und leben lassen“. Zum Ersten: Begrüßt mit Prosecco, gefolgt von einer Weltreise in die Kulinarik sowie korrespondierender Weine und Disco bis weit nach Mitternacht. Zum Zweiten: Schwarz bedient, Weiß verdient. Zum Dritten: Die allermeisten Paare sind weiß, die wenigsten schwarz. Häufiger ist die Mischung, mal so, mal so, doch immer, so scheint es, junge schwarze Haut gegen altes Geld. Es eint der Glaube
Yes, we wereBorn to be alive
Time was on my side
When I was running down the street
It was so fine, fine, fine
A suitcase and an old guitar
And something new to occupy
My mind, mind, mind …. 
Schwarz wie Weiß tanzen, springen, singen, kaum jemand bleibt auf den Stühlen! Yes, we wereborn to be alive, Helau und Alaaf! Im Vertrauen darauf, dass Jahrtausende alte Traditionen ein Stück Menschheitsgeschichte sind, die sich schwerlich austreiben lassen. Und das ist gut so, denn es wird eines der wichtigsten Gleichheitsprinzipien überhaupt ausgeübt, bis heute ein charakteristisches Merkmal des Karnevals https://de.wikipedia.org/wiki/Karneval,_Fastnacht_und_Fasching
Gefühle fahren mal wieder Achterbahn. Das Festsitzen erscheint als Katastrophe, dann wieder bin ich froh über den Freilauf im Vergleich zur EU-Käfighaltung. Trauer überfällt mich ob der Ereignisse in D/EU…. Über das Leben, dass Kinder, Enkel und mein Vater gezwungen sind zu führen. Die Sorge über die anstehende nächste Regenzeit kommt auf… Ja, dann müssen wir halt wiedermal herauskrabbeln aus dem Tal der Tränen, essen gehen, in die Bar am Strand …

02.02. – 09.02.2021 Die telefonische Erkundigung nach Carnet und Pass im Zoll von Ziguinchor ergibt, die Dokumente seien da. In Dakar! Doch dort könne man sie aktuell nicht bearbeiten. Der Meister des Stempels sei krank. Corona. Nur er kann stempeln. So hoffen wir, dass mit seiner Genesung die Rückkehr ins Büro und unserer Dokumente einhergehen.
Im Casamance sollen Delfine und Manatis (Seekühe) leben. Frau sieht keine, mann zwei Zahnwale. Ansonsten beobachten wir beide zahlreiche Vögel, schräge und bunte im kleinen Ort! Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit,
 das Geheimnis der Freiheit ist der Mut.
 Perikles. So nehmen wir uns die Freiheit und den Mut, nach Ziguinchor nun auch Ponte St. Georges ohne Papiere zu verlassen. Denn Samstag tritt in Cap Skirring die Musikgruppe Africa Tempo nebst den Artisten Hala Hala, Tingo Tingo und Sen Line auf. Und am Mittwoch sollen ja auch unsere Cartes d’identité étranger im nahen Kabrousse eintreffen. Der Eventrahmen ist schick, die gut besuchte Darbietung entpuppt sich eher als Essen untermalt von traditioneller Musik. Leider müssen wir vorzeitig gehen, da mich die ´Afrika-Krankheit` überfällt. Wie aus heiterem Himmel entgleist der Regelkreis des Organismus … Bei jedem von uns ist das jetzt zweimal mit leicht anderen Symptomen geschehen. Meist ist der Spuk nach 24h vorbei. So auch diesmal.
Die Tierklinik
in Zig organisiert Minouks Medikamente nicht. Über verschiedene Personen, die jemanden kennen, der jemanden kennt organisiere ich/M den Transfer von Dakar nach Kabrousse. Morgen sollen sie hier sein.
Das Carnet ist laut Zoll gestempelt und unterwegs, m
it etwas Glück sogar nach Kabrousse. 
Die Cartes d’identité? Kommen, so Matthias, nicht wie in Aussicht gestellt, sondern irgendwann. Liegen in Dakar. Irgendwo.

Menschen, meist in Wut, nicht mehr weiter wissend, neigen manchmal dazu, Türen zuzuschlagen. So wie es derzeit weltweit geschieht. Die Senegalesen erlauben Fremden die Einreise mit der Cartes d’identité étranger nicht mehr. Ebenso entfällt Immobilienbesitz als Einreisegrund. Der freundliche Franzose, auf dessen Terrain wir wieder stehen, hat die Einreise nach dem F-Aufenthalt noch geschafft, seiner Frau, später unterwegs, verweigert man bislang die Aus- bzw. Einreise.
Zudem recherchieren wir, dass der Sonderfährverkehr zwischen Marokko und EU `bis auf Weiteres` eingestellt ist.

DID, der Meister des Holzes, bringt die für uns angefertigten afrikanischen Steckstühle, sehr schöne Handwerksarbeit. Eigentlich gedacht für den heimischen Balkon. Inshallah!

25.01. – 01.02.2021 Die provisorischen Cartes d’identité treffen ein. Damit erschöpfen sich die guten Neuigkeiten. Beim Zoll in Ziguinchor ist am 27.01. der Stempelverantwortliche zur Verlängerung des Carnets nicht im Dienst. In zwei Tagen wiederkommen. Ganz dumm. Am 29.01. endet die Gültigkeit des Dokuments. Jürgen siehts entspannt. Die Zollmitarbeiter sowieso.
Im Campement treffen wir auf Heike und Frank im Traveltiger. Heike gebe ich einen Korb, die mit mir ins Städtchen will, und unterziehe Ive einer Komplettsäuberung, derweil Rochana unsere Wäsche reinigt. Hatte sie das beim Besuch zuvor exzellent erledigt, scheitert sie nun im Besitz einer Waschmaschine. Spät nachmittags, ich hoffe schon auf den Stapel frischer, schrankfertiger Wäsche, stellt sich heraus: nichts ist geschehen! Die Maschine harrt der Dinge, noch nicht mal der Wäsche! Im Besitz der Transportsicherungen verfügt sie weder über Strom- noch Wasseranschluss. Jürgen und Frank kümmern sich, Rochana erhält eine Einführung in Maschinenwäsche und ich hoffe auf die Sonne, die unser einzig verbliebenes Spannbetttuch noch trocknen wird. 19:15 Uhr, ich verzeichne immer noch keine flatternde Wäsche auf der Leine, mache mich auf gen Maschine. Diese verkündet, dass sie noch ca. vier Stunden waschen wird!?! Rochana unterstreicht die Notwendigkeit mit der Aussage Wäsche nicht sauber! Nochmal waschen! Da ich ihre Schlafgewohnheiten kenne, früh ins Bett und früh wieder raus, ist klar: Sie wird die Wäsche nicht mehr aufhängen. Nach ca. acht Stunden Ive putzen habe ich gen Mitternacht da auch keine Lust drauf. Zudem zahle ich für den Service! Der Maschine entziehe ich den Strom, anders lässt sich das Programm nicht unterbrechen, Rochana ihre Waschkompetenz und mache meinen Unmut deutlich kund. Rochana kann es nicht fassen: Toubabs mit nur (noch) einem Spannbetttuch? Die haben doch immer alles und davon noch zu viel! Scheint mir jedoch zu glauben, denn nun bin ich im Besitz eines quietschrosa Spannlakens. Thirdhand. Spannlaken gibt es im Senegal nur aus Übersee!
Morgen früh mit trockener Wäsche zum Zoll aufbrechen: Keine Chance, die Nächte sind feucht. Aufgrund der lautstarken Diskussion im Waschkeller kommt Rochanas Bruder. Er kennt jemanden, der jemanden kennt, der beim Zoll arbeitet, der Stempelgewalt hat … der holt uns morgen früh ab und die Sache mit dem Carnet ist erledigt. Leider Fakenews. Derjenige kommt zu spät, kennt jemanden, aber der stempelt nicht, wir rennen, fahren vier Stunden von Büro zu Büro – vergebens. Oftmals darf ich/M unser Anliegen erklären. Kein Problem. Jedoch die in die maskenvermummten Bärte gemurmelten Antworten entziehen sich weitgehend meinem Verständnis. Ergebnis: Carnet sowie Jürgens Pass verschwinden in einen Umschlag, sollen Montag mit irgendwem nach Dakar, nur dort könne man das Carnet verlängern, irgendwann, irgendwie retour, inshallah! Frustriert, ohne Carnet und Pass zudem um einen satten Obolus ärmer für denjenigen, der jemanden kennt, der beim Zoll arbeitet … landen wir nachmittags wieder im Campement.
Heike registriert
die miese Stimmung. Lädt uns zum Essen ein. Ein wunderbarer Eintopf aus edlen Weißfischen, Riesengarnelen, Nudeln, überbackenes Röstbrot; wir steuern Ziegenkäse und Rotwein bei. Zudem ein schön gedeckter Tisch, Stoffservietten. Balsam für strapazierte Nerven.
Aufbruch. Die Zeit bis zur Wiedervereinigung mit Carnet und Pass, hoffentlich, wollen wir nicht im Campement verbringen. Einkaufen. Zur Tierklinik. Unser Mittel gegen Sandfliegenmaden ist aus, gibt es nur im Raum Dakar. Man bestellt es. Das hörte ich in Kabrousse schon, ohne Resultat. Der Tierarztassistent diagnostiziert Minouks Beulen am Hinterlauf als fortschreitende Cysten. Spritzt Antibiotika und Vitamine gegen den Antibiotikastress, gibt ein Spray zur topischen Weiterbehandlung mit. Minouk war ein toller Patient, wahrlich patient … mit ein wenig Hilfe! 
Nach Enampore zu den Impluviumhäusern der Diola im Feuchtgebiet des Casamance https://en.wikipedia.org/wiki/Jola_people führt eine breite, teils recht ausgewaschene Pistensackgasse. Die Gebäude haben ein im Zentrum offenes Dach, eine Art Atrium, Wassersammelstelle und grünes Refugium in der Regenzeit. Uns fehlt derweil der offene Blick auf die Dinge. Auch der überteuerte, staubige Parkplatz am Impluviumhaus scheint ungeeignet, die Zeit bis zum Erhalt der Papiere zu überbrücken. Wir suchen weiter. Durchqueren das Königreich Oussouye. Auf eine Audienz bei seiner Exzellenz verzichten wir. Uns steht nicht der Sinn nach Obrigkeit, auch wenn der Herrscher maßgeblich Anteil an der Lösung des Casamancekonflikts gehabt haben soll. Mlomp, bekannt für seine zweistöckigen Häuser, passieren wir ebenfalls nur. Es mag sich um architektonische Leistungen handeln, aus Lehm mehrstöckig zu bauen. Mich berührt es nicht.
Am
Pointe St. Georges endet die Stellplatzsuche im Wendehammer der Piste am breiten Casamancestrom. Kaum dass wir stehen kommt Eric. Brauchen wir was? Essen? Schnell sitzen wir im Kreise der großen belgisch-senegalesischen Familie um die Riesenschüssel. Eingeladen. Abends kommen gegrillte Riesengarnelen, Salat und Pommes frites auf den Tisch. Gegen Bezahlung. Eric ist schließlich Restaurantmanager. Musik, lachen, tanzen … Erics Sohn lässt mich seine kleine Tochter halten. Das etwa einjährige Mädchen lächelt mich an. Ich weine. Das erste Mal unterwegs. Raub der Menschlichkeit, des grundsätzlichsten menschlichen Grundwertes, ist eins der größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte. Egal mit welchen Argumenten Politiker ihr Handeln zu rechtfertigen versuchen.


16.01. – 24.01.2021 Wenig geschieht in Kabrousse. Elf Monate im Senegal. Warten auf die Cartes d’identité d’étrangerAssoziationen an ´Sieben Jahre in Tibet´ und ´Warten auf Godot´ kommen auf. Ansonsten vertreiben wir uns halt so die Zeit. Sind im homeoffice. Jürgen lernt französisch. Ich treibe den Gedanken voran, aus dem Blog ein Buch werden zu lassen. Mal sehen was aus unseren Bemühungen wird. Lange Spaziergänge, etwas biken, schwimmen. Schwatzen mit den Einheimischen. Man kennt uns, nicht selten ertönt der Ruf Hallo Marion. Hin und wieder ein Bier, Apéritif, Digestif oder ein Essen am Strand. … Ein paar Fotos haben wir für euch!

24.01.2021 Wenig geschieht in Kabrousse? Mehr als uns lieb ist. Es brennt. Ein Anwesen auf der Piste gegenüber steht in Flammen. Lichterloh. Feuerwehr ohne genügend Wasser. Verantwortliche ohne Phantasie und Strategie. Grundlage für katastrophale Entwicklungen. Nach einer knappen Stunde greift das Feuer über die Piste hinüber auf das ca. 100m entfernte Haus bei uns nebenan. Gasflaschen explodieren immer wieder. Ive wäre abfahrbereit, doch der Wind steht für uns meist günstig. Selten dreht er in unsere Richtung. Ein Funke würde genügen, alles ist völlig ausgedörrt. Nach zwei Stunden sind beide Gebäude Ruinen. Die Flughafenfeuerwehr aus dem nahen Cap Skirring rückt an – viel zu spät. Die Katastrophe nahm bereits ihren Lauf. Soweit wir es beurteilen können kamen Menschen nicht zu Schaden. 

06.01. – 15.01.2021 Die Cartes d’identité d’étranger sind beantragt. Aus D konnten mit Hilfe netter Menschen schnell die polizeilichen Führungszeugnisse beschafft werden. Ein gute Dienste leistender Senegalese entschwindet mit den Unterlagen, Geld und unserer Hoffnung auf ein Wiedersehen mit den ausgestellten Papieren. Auch wenn die Bediensteten der deutschen Botschaft vor geraumer Zeit dem Unterfangen äußerst skeptisch gegenüber standen, sind wir guter Dinge. Was bleibt uns?
Zudem ergibt sich, dass wir in Marokko jemanden kennen, der jemanden kennt, der den Vize des Honorarkonsuls in Agadir kennt und der meint, eine Durchfahrt durch das Königreich würde uns nicht verwehrt! Scheinbar öffnen sich endlich doch mal wieder Türen.
Mit den guten Nachrichten im Gepäck starten wir ins Wochenende. Am Maya Plage, ca. 13 Km nördlich von Kabrousse, treffen wir uns mit Heike und Frank, die uns vor ca. sechs Monaten in Palmarin begegnetenAndere Blickwinkel, neue Aspekte des Reiselebens, ein Meer, das sich um das Cap Skiring etwas rauher gestaltet. An der Bar des gleichnamigen Hotels gibt es eiskalten Caipirinha unter Palmen. Den gönne ich/M mir gleich als Apéritif und Digestif. Auch der Milchkaffee tags drauf im Gartenrestaurant am Dorfplatz von Djembering, mit Milchpulver und viel zu süß, mundet wunderbar. Denn ich spüre Leben um mich herum. Menschen sitzen unter dem riesigen, Schatten spendenden Urwaldriesen. Bieten ihre Waren an, rasten, schwatzen, Reste einer Feier vom Abend zuvor werden weggeräumt.
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Kabrousse mit leerer WC-Kassette, vollen Wassertanks und am Automaten gefüllter GeldbörseDer Schneider bringt Jürgens neue Hose. Die Obst- und Gemüsefrauen kommen. Der Fischer preist Langusten an déjà vuwenig geschieht in Kabrousse.
Minouk legt Veto ein: Leute! Zum Tierarzt musste ich! Rassehund beim Buschdoktor! Hab´ das Impfen Gott sei Dank überlebt! Und endlich hatte meine Regierung mal ein Einsehen. Sie haben mich von der Fischplatte, die der Strand hier jeden Tag bietet, mal in Ruhe genießen lassen. Also, mit dem Sushi, da hab ich es ja nicht so. Aber die von der senegalesischen Sonne und dem salzhaltigen Wind getrockneten Fruits de mer, hhmm sag´ ich euch! Ein Gedicht. 

Senegal

08.11. bis 05.01.21

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12.09 bis 07.11.20

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47 Gedanken zu „2019_GoSouth_West_Africa

  1. Hallo ihr Lieben,

    wir melden uns nochmal auf diesem Weg. Die letzten Bilder sehen sehr toll aus!
    Da habt ihr ein schönes Fleckchen gefunden zum „überwintern“. Kleines Update, hier sind es 3 Grad mit Regen und Sturm. Ihr verpasst also nichts.
    Viele Grüße und bis bald irgendwann

    Sabine und Simon

    1. Ja, ihr Zwei,
      ihr habt völlig Recht! Ein tolles Fleckchen, super Wetter/Klima nette Leute… hier, wie auch an vielen anderen Destinations im Senegal kann man es jetzt super gut aushalten.
      Wenn nicht um uns herum die Welt am Coronafieber erkrankt wäre. Man mag schon gar nicht mehr über einen Kunsthandwerkermarkt schlendern, die Menschen verscherbeln ihre schöne Dinge, nur um Geld für Essen zu haben. Die Lage wird nicht einfacher, wir tun (kaufen) was wir können, mehr als wir eigentlich wollen… Hilfe zum Überleben. Die Menschen sind immer noch freundlich, lachen mit uns – meistens!
      Die 3 Grad könnt ihr behalten, wir senden gerne ein paar dazu. Regen ist aktuell ein Fremdwort, Trockenzeit! Windig? Ja! Mehr als für die Drohne gut ist. Gerne würden wir noch ein Video vom Strandfahren nach GuB zum Fluss machen. Scheitert bislang am Wind. Wir werden sehen…. LG, majuemin

    1. Hallo an euch Beide,
      wir waren „lost in space“, ohne Internet und so hat es mit der Antwort etwas gedauert.
      Ganz herzlichen Dank für die Glückwünsche. Auf die „Klicks“, durch einen recht großen und kontinuierlichen Besucherstrom, sind wir auch ein wenig stolz. Sind sie doch erworben ohne große Werbetrommel mittels american social media.
      Liebe Grüße majuemin

  2. Hello I am so delighted I found your weblog, I really found you by error, while I was looking on Askjeeve
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    Please do keep up the superb job.

  3. Ihr neueingeborenen Senegalesen! Oder habe ich da was missverstanden? Schon in Baulandkaufverhandlung??? Unterwegs nach Norden? Etwa neue Infos?? Wir warten gespannt im goldig- kalten Oktober, derzeit an der Schlei. Trafen gestern einen 4×4-Sprinter mit sympathischer Besetzung und Baikalerfahrung. So viele Erinnerungen… Afrika zieht uns mächtig, aber wann?
    Das Lesen deines (eures) Berichtes hat uns wieder erfreut! Die Bilder – wir sind ja so verwöhnt – auch!!! Die bunten Vögel, bildschön! Hier sind die Vögel fast alle braun, grau, weiss. Sagt uns das was?? Geniesst die Sonne/Wärme! Letzteres fehlt uns sehr..
    Liebste Grüße, Christiane, Alex und Namkha aus der gut geheizten Minna

    1. Meine Liebe(n),
      wie wunderbar die Kommentare, die tun den Autoren-, Fotografen-, Filmerseelen richtig gut! Also, den Erwerb eines senegalesischen Passes haben wir ernsthaft ins Auge gefasst, den Erwerb von Land noch! nicht. Und just im Rahmen dieser Überlegungen öffnen die Grenzen! Ja, richtig gelesen. Die Landgrenzen zwischen Senegal und Gambia sind offen und so müssen wir das Land, das uns für fast 8 Monaten Heimat war vorübergehend verlassen. Wir freuen uns drauf. Auch, euch mal wieder was anderes in die Heimat zu senden als immer wieder Senegal. Also vorerst heißt es >GoSouth!

  4. Ihr Klostergänger! Hab ich schon gesagt, dass sich das Lesen dieses Berichtes aus der Abbaye de Keur Moussa wie ein traumhafter Spaziergang im Klostergarten anfühlte?? Grün, heiß, bunt – im Gegensatz zur hiesigen nassfieseligen grünbraunen glitschigrutschigen Gegenwart. Aber hin und wieder aufgehübscht durch unerwartete Sonnendurchbrüche! Gestern Abend – am 30.9.2020! saßen wir bis 2h nachts im Garten, ohne Mücken, nur mit Jacken… Sonntag brechen wir auf. Zur großen goldenen Oktoberdeutschlandtour. Wir sind sehr gespannt!
    LG euch Dreien,
    Christiane und Alex

    1. Meine Lieben,
      gerne wären wir im Würselner Garten dabei gewesen – und dann schnell wieder zurück nach Keur Moussa ;-).
      Euch eine tolle Tour durch den goldenen Oktober mit bestens rollender Minna und anregenden Gesprächen bei den zu Besuchenden.
      Mücken? Es gab bislang in den Regionen, in denen wir uns aufhielten nur wenige. Tapfer trugen wir abends immer „lang“ zum Dinner. Unterstützten das Outfit bei Fluglärm noch mit wohl duftendem Gift… Jedoch die beiden letzten Abende erlaubte ich mir schulterfrei. Frische Brise, direkt am Ozeanstrand, keine Mücken in Seh- und Hörweite – alles wunderbar!

  5. Hallo ihr drei, nach langer Zeit melden wir uns auch nochmal bei euch.
    So langsam kennt ihr den Senegal wie eure Westentasche 🙂
    Die Bilder sehen wieder sehr schön aus und die Texte sind wieder schön zu lesen.
    Gefällt es euch denn noch? Wann könnt ihr denn mit neuen Infos rechnen und wie ist euer weiterer Plan?
    Liebe Grüße aus der Heimat,
    Sabine und Simon

    1. Guten Abend, ihr Lieben,
      wir freuen uns von euch wieder ein paar Zeilen zu lesen. Hatten euch schon vermisst 😉 Auch der Threema – Kommentar von deinem Kumpel, Simon, ist ja klasse! Schön zu lesen, wenn sich hinter den anonymen Klicks Menschen mit Interesse verbergen.
      Ja, es gefällt uns im Senegal, noch immer und wir hoffen, dass uns das Wetter bald wieder mehr „Bewegungsfreiheit“ erlaubt. Dann wird es für uns und für euch Leser wieder interessanter.
      Liebe Grüße, majuemin

  6. Hallo, ihr regengetränkten Festsitzer!
    Wiederum ein solcher Genuss an Schriften und Bildern! Wir warten immer sehnsüchtig auf die nächste Folge. Obwohl, so nass und schwül ist Afrika nicht so mein Ding..
    Und jetzt mein erhobener Zeigefinger: Eure Grenzen sind unendlich weit entfernt! Ihr seid die ewig jungen niemals alternden lebensweisen Menschen, die soviel Freude auf noch mehr machen! Also, bitte heiter weitermachen!
    Liebste Grüße
    Christiane (auch von Alex und Namkha)

  7. Hallo ihr Lieben,
    ganz schön was los bei euch.
    Leider sehr viel , worauf man gerne verzichten könnte.
    Wird es denn gar nicht besser? Oft beneide ich euch.
    Wünsche mich dann an die schönen Orte die ihr besucht und durch dessen Bilder wir daran teilhaben dürfen. Diesmal bin ich aber wirklich froh, in meinem gemütlichen Bettchen zu liegen.
    Weit entfernt von Schaben und Korruption.
    Leider gehören wohl auch diese Erfahrungen zum Reisen dazu. Bestimmt könnte man darauf gut verzichten.
    Ich hoffe die Fahnen stehen für euch bald wieder etwas besser.

    Hier bei uns ist gerade sehr viel Los.
    Alles ist in Abbruch und Aufbruch.
    Mehr dazu, wenn mir nicht gerade die Augen zufallen.

    Wir denken an euch, liebe Grüße und eine dicke Umarmung…

    Rainer & Karola

    1. Meine Liebe(n),
      lieben Dank für die Anteilnahme an unserem Schicksal. Ja, es ist viel los. Aber ich denke vor allem auch bei euch. So langsam Endspurt? Hatte mal auf den Blog geschaut, ob sich was tut!? Auch kurz geschrieben… Aber ganz soweit ist es wohl noch nicht. Versuchen mal mit euch zu telefonieren.
      Herzliche Grüße, majuemin

  8. Ihr doch auch Beneidenswerten! Das möchte ich auch wieder erleben, eine solche Wildtiersafari! Die Eland Darby Antilope zu sehen beeindruckt mich sehr. Die BDarbot auf einem Haufen werden völlig überbewertet. 3 tuns auch! So schön wieder, die Bilder! Jetzt kann ich mir den gefluteten Ive ein wenig vorstellen… Geniesst einfach weiter! Und bis bald! LG Christiane und Alex

    1. Meine Liebe,
      Recht hast du, es gibt sie, die besonderen Momente und an der Stelle verkneife ich mir bewusst ein „ja aber“. Will mich mit dir und deinem Kommentar nochmal an das Kribbeln und Staunen erinnern, das mich beim Anblick der wunderbaren Lebewesen ergriff. Lass uns beim Wiedersehen mal gemeinsam darüber nachdenken ob wir tatsächlich die Krone der Schöpfung sind?
      Liebe Grüße an euch beide/drei

  9. Hi Marion and Jürgen ..That Prefet Adam the musician you met at Toubab Dialaw…I did visit your site and I see you are very passionated of traveling to distante countries…All my congratulations for this beautiful adventure and hope you are enjoying your stay here in Senegal….I will send you some of my music and Live performances as soon as I get your Email address.
    Thanks all the best.
    Prefet Adam

    1. Hi Adama, it was a pleasure to meet you on the hills of Toubab Dialaw somewhere in the middle of nowhere, a musician who has been playing/singing in Cologne, Frankfurt and so on. Followed you on youtube – impressive!
      And yes, we love traveling. Senegal is great, people are wonderful, but after six month we´d prefer to see some other countries, that’s what overlanders love to do.
      Jürgen sent you an E-Mail, so we keep in touch! See you next year in Germany?
      All the best, Marion

      1. Hallo, ihr drei! Nach Norden – endlich! 3000 km im Senegal… äußerst ausführliche Erfahrungen und Touba ist nur eine der wenigen negativen davon. Wie du empfinde ich diese als bedrohlich. Was lässt sich dagegen tun?? Wenn Aufklärung fehlt, verhindert wird.. Die leuchtenden Farben, die in Afrika so oft anzutreffen sind, liebe ich! Wie in Indien. So heiter! Dass ihr Regen und Dauerfeuchtigkeit so stoisch ertragen habt! Ob ich das gekonnt hätte?? Die Bilder sind wieder klasse. Ich freu mich, euch bald (?) zusehen!
        Herzlichst
        Christiane

        1. Meine Liebe(n),
          nach Norden? Zunächst dem Regen und dem leeren Weinkeller geschuldet. Die Grenzen bleiben zu. Man will in Afrika die Seuche der Industrienationen ja nicht auch noch haben 😉 Die Tristesse von Touba, die Angst – das erste Mal auf Reisen. Was dagegen tun? Schwierig zu beantworten. In D die eigene Kultur wertschätzen, endlich aufhören mit falscher Liberalität! Anerkennen, dass es Rassen gibt! Mit ihren Unterscheiden – das ist gut so!
          Stoisch ertragene Regenzeit mit ihrer Feuchtigkeit? Was wäre die Alternative gewesen? Flucht nach Norden 😉 Ich denke immerzu an dich! Das ist die neue Normalität! Will sie nicht akzeptieren, aber was tun? Heulend in der Ecke sitzen? Ändert nichts.
          Ja, wir vermissen die Sozialkontakte, sehr sogar! Aber auf ein baldiges Wiedersehen? Ich denke eher nein. Grenzen sind zu, s.o.
          Liebe Grüße, wir drücken euch! Ganz ohne Masken!!!

  10. Hallo Ihr Drei, schön zu lesen, dass es wieder bei euch weiter geht. Habe euren letzten Bericht gelesen – ja, ist nicht überall heile Welt. Viel Glück weiterhin und passt auf euch auf. L.G. Sabine

    1. Liebe Sabine,
      ja, ein wenig fahren wir durch den Senegal. Gut 3000Km sind in den nun fast sechs Monaten zusammengekommen. Nun denn, drei davon mussten wir ja an Ort und Stelle verharren. Die heile Welt? Wo ist sie derzeit noch zu finden? Wir haben bisher wenig Sorge um unsere Sicherheit im Senegal. Nicht mehr und nicht weniger als sonst wo! Überall ist man bemüht, Keile zwischen die Menschen zu treiben. Nicht nur in Sachen Religion. Ich muss jedoch sagen, die Erfahrung in Touba war bislang einzigartig.
      Ganz liebe Grüße ins Rheinland,
      majuemin

  11. Hallo Ihr Beiden, mit Spannung lesen wir von Euren Abenteuern und bewundern die schönen Fotos. Besonders gefallen mir ja die Ziegen auf den Königsgräbern und die Geier am Strand. Aber am Besten sind immer Eure Berichte: Unterhaltsam, sehr eindrücklich und amüsant, einfach super geschrieben; wunderbar!
    Ich kann mir bildlich vorstellen, wie der Regen prasselt, die Matsche unter den Reifen hervorquillt oder Jürgen in der Badebux mit dem Hund geht.
    Aber so nett sich das auch liest, wünschen wir Euch doch, dass Ihr bald weiter könnt, sich irgendein Weg hinaus aus dem schönen Senegal auftut. Und so lange hoffen wir, dass Ihr bei guter Laune und Gesundheit bleibt! Viele Grüße von Ute und Wolf

    1. Liebe Ute und natürlich auch Wolf,
      herzlichen Dank für euren Besuch und die lobenden, aufmunternden Worte. Auf Gesundheit achten wir soweit es in unserer Macht steht. Aber wir treffen ja immer wieder Menschen, die mit Tees, Pasten und Grünzeug zur Seite stehen 😉 und meine Hausapotheke ist noch bzw. wieder gut gefüllt.
      An der Laune arbeiten wir, erscheint uns manchmal schwieriger als ersteres, es fehlt ein wenig die Perspektive. Umso mehr freuen wir uns über Besuch, der uns zeigt, dass wir nicht vergessen sind im schönen Senegal!
      Viele Grüße, Marion & Jürgen

  12. Hallo, ihr lieben durchgefeuchteten festsitzenden Weltenerforscher!
    Es ist schier unglaublich, was ihr nach fünf Monaten im Senegal, davon sogar drei am selben Platz, an neuen Eindrücken und Informationen noch aus diesem Land zu berichten wisst! Neue Menschen, Früchte, Tiere, das Gefühl der Ohnmacht gegenüber einer nicht unschätzbaren Regierung, der riesige pekuniäre Unterschied zwischen den Menschen dort und durchfahrenden Urlaubern aus dem reichen Norden… Wir müssen wohl abwarten, welche Zukunft Overlanderträume haben werden. Die Bilder sind wieder so toll! Eines meiner Lieblingsbilder ist das Fahrrad im Watt. Oder die Kühe dort?? Und die Fahrt durch die Mangrovenwälder… Der Blick über diese Wälder mit der Drohne ist schon besonders. Brauch ich auch sowas??? Bleibt optimistisch und schreibt/filmt bitte weiter!
    Herzlichst, CuA.
    (Nahmka: auch Bootfahren mit Minouk!)

    1. Ganz herzlichen Dank für euren Blogbeitrag, tut gut – so sonnige Worte im Regen 😉
      Mir gefällt auch der Radfahrer ganz besonders, meine Lieblingsbilder wechseln allerdings je nach Stimmungslage immer mal wieder…
      Ich freu´ mich auf den Sherry, wann und wo auch immer, vielleicht ja sogar in Afrika, sollte die Welt aufhören zu trudeln und sich wieder sanft und ruhig in ihren Bahnen drehen dürfen.
      Beste Grüße, majuemin
      (Minouk hätte Nahmka sicher einen Sitzplatz angeboten ;-))

  13. Hallo ihr Lieben,

    es liest sich momentan aber nicht so als würdet ihr die Reise genießen. Das ist sehr schade… Bestimmt kommen bald wieder bessere Zeiten. Wie sieht denn euer weiterer Plan aus?
    Liebe Grüße,
    Sabine und Simon

    1. Hallo Simon und natürlich Sabine,
      nein, momentan ist die Situation sehr verfahren. Pläne? Können wir kaum machen. Machthaber durchkreuzen sie immer wieder. Sollten die Grenzen zum Monatswechsel 07/08 öffnen, fahren wir nach Gambia. Bleiben die Grenzen zu, dann drehen wir langsam ab gen Osten, wieder um Gambia herum. Lac Rose? Keine Ahnung. Heute haben wir seit 15:00 Uhr Starkregen. Jürgen war mit Minouk in Badehose Gassi. Er nutzt die Zeit, den Blog aufzuräumen. Wie gefällt euch das neue outfit? Zudem beschäftigt er sich mit SocialMedia… Ich arbeite meine Internet-Seite auf, flicke unser Betttuch und Minouks Matratze….
      Liebe Grüße, majuemin

  14. Hallo ihr Beiden
    Ach wie schade, dass die Grenzen noch immer zu bleiben. So langsam sollte sich die Grenzen mal wieder öffnen. Immerhin möchtet ihr doch nur gemäßigt reisen und keine Partys á la Ballermann feiern. Was für eine verrückte Zeit.
    Wir drücken euch die Daumen.

    Ganz liebe Grüße, Rainer & Karola

    1. Ja, da sagt ihr was! Es werden willkürlich Grenzen gesetzt. Je nach Gusto, Laune und Pseudologie 😉 Mal sehen wie wir sie überwinden werden. Grenzen machen neugierig. Was liegt dahinter? Die Antworten erweitern den Horizont. Und so sind sie immer temporär geblieben. Das lehrt die Geschichte und macht Hoffnung – zumindest langfristig.
      Liebe Grüße ins Heimatland,
      majuemin

  15. So nette Begegnungen und so wundervolle Bilder.
    Ich freue mich, dass es für euch weitergeht.
    Ich könnte auch einen Lehrgang im Wäschewaschen gebrauchen. Meine Miele gibt den Geist auf und das Waschergebnis ist bescheiden.
    Wir arbeiten fleißig an unserem Womo und hoffen in knapp achtzig Tagen fertig zu sein. In den nächsten zwei Wochen geht er hoffentlich durch den TÜV.
    Nun werde ich noch ein wenig Wikipedia lesen.
    Wir denken an euch und wünschen euch eine gute Weiterreise .
    Alles Liebe Rainer & Karola

    1. Liebe Karola,
      schön von euch zu lesen. Ja, Wäsche waschen ist nicht so einfach wie man sich das vorstellt. Allerdings ist Maschine schonender für die Wäsche und spart jede Menge Wasser – auch eine neue Erfahrung.
      Wie schnell doch die Zeit vergeht. Jetzt sind es deutlich unter 100 Tage, bevor ihr wieder aufbrecht. Hoffentlich klappt alles wie ihr es euch vorstellt. Pläne schmieden ist derzeit sehr schwer. Auch wir können nicht wirklich reisen. Sitzen im Senegal fest und der Regen im Süden ist auch nicht lustig. Mal sehen, wie es weitergeht.
      Ihr habt völlig Recht! Die Begegnungen, die wir erfahren sind eine Bereicherung, jede für sich.
      Eine gute Sommerzeit wünschen majuemin

  16. Hallo ihr Lieben,
    Sind gerade zurück gekommen. Es wurde der erste Geburtstag von Anna gefeiert, wie ihr sicher wisst.
    Sind immer wieder am Haus beschäftigt. Gibt nicht soviel zu berichten.
    Corona hat alles irgendwie noch im Griff, leider.
    Hoffen für ein paar Tage los zu kommen, eigentlich egal wohin. Im August hoffen wir auf eine längere Tour.
    Alle sind voll im Hochzeitsfieber, der große Tag ist ni ht mehr so fern.
    Schade, das ihr nicht kommen könnt, hätten uns auch sehr gefreut euch wieder zu sehen.
    Lasst die Köpfe nicht hängen, jetzt geht es ja richtig weiter auf eurer Reise.
    Bis bald Ralph und Biggi und Luca

    1. Hallo ihr Lieben,
      danke für euren Besuch und die aufmunternden Worte – tut gut!
      Ja, Corona bleibt präsent, auch hier. Die Land-Grenzen zu Gambia und Guinea Bissau bleiben geschlossen. Also viel mit Reisen ist da nicht wirklich drin. Aktuell in der Casamance bestaunen wir das üppige Grün leiden aber auch an der Sauna mit Daueraufguss.
      Ja, auch wir hätten uns gefreut viele liebe Menschen wieder zu sehen. Wir fiebern aus der Ferne mit, zumindest das bleibt uns!
      Liebe Grüße, majuemin

      1. Hallo, ihr regengetränkten Festsitzer!
        Wiederum ein solcher Genuss an Schriften und Bildern! Wir warten immer sehnsüchtig auf die nächste Folge. Obwohl, so nass und schwül ist Afrika nicht so mein Ding..
        Und jetzt mein erhobener Zeigefinger: Eure Grenzen sind unendlich weit entfernt! Ihr seid die ewig jungen niemals alternden lebensweisen Menschen, die soviel Freude auf noch mehr machen! Also, bitte heiter weitermachen!
        Liebste Grüße
        Christiane (auch von Alex und Namkha)

        1. Hallo, ihr Grenzenlangschleicher! Immer neue Gebiete des Senegal lernen wir kennen! Solche engen staubigen überfüllten Straßen – und dann noch Nationale – sind die Pest! Dann vielleicht noch ein Bus mit Platten und alles steht voller Menschen… Der Salat mit Käse in lauer Stille muss ja der Himmel gewesen sein! Und dann wieder grüne Landschaft und historischer Genuss! Eine Freude! Hier gabs Nikoläuse frostig feucht. Ich will wieder raus!!! Kommt wieder! Bis dahin erst mal schöne Adventstage! Herzlichst, die 3 von der winterschlafenden Minna

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