2019_GoSouth_West_Africa

 

Reiseroute durch Westafrika

Einige kurze Filme von unserer Reise;  Update 03.07.20 (klick hier):

Westafrika: Senegal >

Senegal
20.10. – 22.10.2020 Heute wollen wir erneut vom Lac Rose aufbrechen. Ich/J lüfte das Führerhaus: Türen auf, Fenster runterkurbeln. Böse Überraschung, das Fenster der Beifahrerseite bewegt sich nicht. Mir schwant nichts Gutes, also erst mal alles auseinander schrauben und siehe da, der selbe Fehler wie auf der Fahrerseite. Scheibenhalter und Hebekulisse haben sich aufgrund von starkem Rost getrennt. Also, alles ausbauen, die papierdünnen verrosteten Bleche abflexen, aus dem Fundus ein Stück Blech heraussuchen und zuschneiden. So, jetzt müssen die kunstvoll gefertigten Teile noch zusammen geschweißt werden. Das kann ich nicht, kein Schweißgerät im Fundus. Also Amadou um Rat gefragt. Natürlich kennt er einen Schweißer und so sind wir gegen 12:00 Uhr unterwegs nach Niaga. Von der Sandpiste durch das Dorf geht ein noch kleinerer Sandweg ab und neben einem Schild, dass man hier Steine und Zement kaufen kann, erkennt mein sachkundiges Auge Werkzeuge zum Schweißen im Sand. Zwischen Hauswand und ramponiertem Landrover hockt ein Mann, der den Landy Blechstreifen für Blechstreifen wieder aufbaut, und das mit Hilfe eines Autogenschweißgerätes. Hier bin ich richtig! Ich erkläre dem Künstler mein Problem, er lässt daraufhin den Landrover Landrover sein, ich denke das Werk dauert eh noch viele Tage, und beginnt mit der Arbeit an meinem Mechanismus. Wobei er sofort versteht, welches Teil worin möglichst leichtgängig zu bewegen ist. Die Crew besteht aus dem Schweißer, einem Jungen, der den Wasserkessel zum kühlen bedient, einem weiteren, der den Karbidgenerator bei Laune hält und einem, der Werkzeuge reicht. Nach etwa 15 Minuten sind alle Teile perfekt zusammen gefügt. Ça coûte combien? So meine Frage nach dem Preis. 3000 CFA (etwa 5 EUR), die Antwort. Ich bedanke mich überschwänglich, lobe die Qualität der Arbeit und lege 500 CFA für die Equipe dazu. Zurück zum fensterlosen IVE, hier noch etwa eine Stunde Arbeit und dann haben wir wieder ein funktionierendes Beifahrerfenster.
Ich/M nutze die Zeit, dem scheinbaren Widerspruch zur Grenzsituation Senegal/Gambia auf den Grund zu gehen. Hier die barrierefreie Darstellung: Man kommt raus aus Senegal, wenn das Nachbarland die Einreise erlaubt. Tut Gambia. Man kommt aber nicht wieder rein, da senegalesische Land- und Seegrenzen geschlossen sind! Man beachte in dem Zusammenhang: Das AA sagt nur was zur Einreise nach Gambia und nichts zur Aus-/Durchreise (s. u.)! Da habe ich doch glatt die letzten Jahre ´Bürokratensprech´ verlernt! Die Grenzrealität? Wir testen sie (noch) nicht, warten auf die Batterien, entscheiden dann. Und noch ´ne good news: Die Schaben sind zurück. Wir haben wohl wieder zu viel Obst und Gemüse gekauft. Damit holt man sich die Eier immer wieder ins Haus. Nach jedem Einkauf direkt Gemüse und Obst waschen? Tomaten, Paprika, Mango und so wär ja ok. Aber Zwiebel, Knofi, Bananen …Wasserverschwendung, schwierig, widersinnig. Ich/M erwäge den Kauf von Tiefkühlkost. Über den ungewohnten Gast freut sich dann auch der Kühlschrank. Gedacht, getan. Nach Guéréo in den Windkanal gefahren. Zwischen Meer und Mangroven des Somonedeltas ist das Klima etwas angenehmer als am Salzsee, die Temperaturen im WoMo fallen nachts wieder unter 30º C. Wir hoffen auf die baldige Lieferung der Batterien, leiden alle drei ob der Bewegungslosigkeit durch Politik und Hitze. Leid tut uns besonders der Hund. Der versteht ja von Politik noch weniger als wir. Ihm helfen nasse Tücher, ich/M gehe mit Eisbeutel schlafen. Nicht mehr lange, dann ist die Hivernage vorbei. Nennenswerten Regen hatten wir in den Regionen Dakar und Thies schon Wochen nicht mehr.

14.10. – 19.10.2020 Der Kälteeinbruch ist nur von kurzer Dauer, macht aber Hoffnung auf die bevorstehende kühlere und damit aktivere Jahreszeit. Hitze und Regen betreffend haben wir ein Ausnahmejahr erwischt. Na Klasse, Senegal. So hättest du dich für uns nicht ins Zeug legen müssen!
Sonne, Savanne, Sand charakterisieren die Zeit in der Desert de Lompoul. Die Touristencamps sind verwaist. Die Armee errichtet ihr eigenes Zeltlager. Schießen sie rechts davon, laufen wir links, schießen sie links, laufen wir rechts. So ist immer für Abwechslung gesorgt.
Am 15. sendet Pierre eine Nachricht zur Grenzöffnungslage nach Gambia. Etwas seltsam. Eine Unvereinbarkeit jagt die nächste. Auch AA und Botschaften helfen keineswegs bei der Aufklärung, melden sich gar nicht, schüren Widersprüche, bleiben schuldig, welche Formalitäten man erfüllen müsste. AA berichtet wie folgt (Stand 19.10.20): Epidemiologische Lage: Senegal war von COVID-19 bisher weniger stark betroffen … Senegal ist weiterhin als Risikogebiet eingestuft, woraus bei Einreise nach Deutschland eine Quarantäneverpflichtung und ein verpflichtender PCR-Test resultiert. Ok, nach D wollen wir eh nicht! 
Durch- und Weiterreise: Die Land- und Seegrenzen Senegals sind bis auf weiteres geschlossen … Dasselbe AA berichtet (Stand 19.10.20) zu Gambia, das ausnahmslos Landgrenzen mit Senegal hat, was den Offiziellen geläufig sein sollte: Einreise: Die Landesgrenzen Gambias sind wieder geöffnet und die Einreise ist auch für touristische Kurzaufenthalte möglich. !? Das ist mal sauber und klar dargelegte Amtsrecherche. Aber sie haben´s ja auch schwer; immer wieder neue Regeln, Verordnungen, Vorschriften, immer wieder aktuell unters Volk zubringen und das macht auch nicht so geschlossen mit … Unterwegs zum Lac Rose erkundigen wir uns bei der Polizei. Wie gut, die immer wieder stattfindenden Straßenkontrollen. Ja, die Grenzen sind auf. Ja, hin und zurück! Also, wir sind fast acht Monate im Land. Nur nichts überstürzen. Entwerfen grob die Route Richtung Gambia und retour, nach Dakar, wegen der Batterien! Zurück durch Gambia in die Casamance, nach Guinea Bissau? Aktuell sind diese Grenzen geschlossen! Wegen Wahlen! Weiter in Senegals Osten … wir planen. Und hoffen. Es bleibt spannend. Am Plan, bei Stephanie und Vincent mit Christine und Pierre Jürgens Geburtstag zu feiern halten wir fest. Zufällig ist das Resto sogar am Montag geöffnet und zur Feier des Tages brauche ich/M nicht zu kochen! Aber den Sekt stelle ich kalt!

09.10. – 13.10.2020 Desert de Lompoul, bei Widdi Thingoly, 100 km nördlich vom Lac Rose. Laut Garmin wir mittendrin. Doch um uns herum Savanne statt Sandkasten. Wunderbare Gegend. Weite Sicht, sanfte Hügel, knorrige Akazien, frischer Wind. Mücken? Auch hier Fehlanzeige. Warmer Abendwind streift die Haut. Hoch über uns die Milchstraße. Und den Sand finden wir auch noch.
Jürgen schmiert Ive ab. Ich/M beschäftige mich mit dem Thema des Erwerbs einer carte d´identité d´étranger.
Ibrahim Bâ, Chef des weit verstreut liegenden Nomadendorfes kommt mit seiner Gefolgschaft zu Besuch. Lädt uns ein zu gemeinsamen Projekten mit seinem Dorf. Er verfügt über viel Land. Weiden, Felder. Zur Bebauung. Wollen wir uns niederlassen? Nun ja! Zuvor erkunden wir die Gegend noch ein wenig weiter. Finden den Sandkasten. Die Armee macht Schießübungen. Querschläger irritieren uns. Pas du peur, meint man beim Camp du Desert https://www.espritdafrique-senegal.com/camp-du-desert. Wir parken 1000 m abseits. Hier weht mehr frischer Wind. Sandkasten machen wir morgen per Pedes. Das Wetter schlägt um. Der Kälteeinbruch lässt uns aufwachen. Nur 26º C im WoMo. Wo sind die Decken?

02.10. – 08.10.2020 Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Normal! Und, gut so. Amplituden wie Frequenzen dürften jedoch gemäßigter ausfallen. 3,5 Stunden für 60 Km zum Supermarkt. Mit Auto, nicht zu Fuß! Einkauf einräumen bei 42ºC im Aufbau. Aufbaubatterien, keine zwei Jahre alt und defekt, halten uns im Großraum Dakar fest. Just zu der Zeit, wo die Regenperiode endet und Afrika sich langsam öffnet, gondeln wir weiter im Großraum Dakar herum, warten auf die Batterien aus Europa und freuen uns, dass ein wenig Bewegung in die Sache zu kommen scheint!
Es ist eine einzigartige Erfahrung, Einwohner eines Staaten zu werden, in dem man gar nicht so lange bleiben wollte. Zu erleben, wie Mensch und Rhythmus der Natur Einfluss nehmen, verändern. Overlandermäßig aus der Traum. Politisch, menschlich problemlos. Wettertechnisch von enormer Herausforderung! Großen Respekt haben wir vor den Menschen hier. Unter schwierigen Bedingungen meistern sie ihren Alltag. Arbeiten in sengender Sonne, bei sintflutartigem Regen, umflossen von Müll und allem möglichem Viehzeug. Mit vollem Kühlschrank und Visakarte ist uns im Vergleich ein Luxusleben vergönnt. Ja, ich/M plage euch oft mit zeterund hadern. Aber das ist immer so, wenn etwas ex cathedra verboten ist, Hintergründe und Logik zu wünschen übrig lassen. Wie sagte Aristoteles Wer Recht erkennen will, muss zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben. Hier scheint Optimierungsbedarf. 
Der Deutschen Einsamkeit gedenken wir im Campement Calao http://aubergecampingdulacrose.com Lac Rose. Waschen (lassen), putzen, relaxen im Pool, bevor wir am Bonaba Café alte Bekannte wiedersehen. Amadou, Familie, Freunde, im Dorf sind alle wohl auf. Am benachbarten Gite du Lac hat Moussa keinen Feta! Die Jungtiere brauchen die Milch. Schlechtes timing – für uns!
Vincent kehrt erst in einigen Tagen wieder. Noch bereitet er in Frankreich eine Ausstellung vor. Stephanie kommt gleichzeitig mit uns zurück an den See. Froh, hier zu sein! Jedoch springt nach drei Monaten Ruhepause der Landcruiser nicht an. Und gleich ist Jürgen wieder eingebunden, garage du sable am Lac Rose. Christine und Pierre haben unter der Woche Zeit für ein Pick-nick am See, denn der 06.10. des Gregorianischen Kalenders im Jahr 2020 ist Feiertag. Magalfest, Grand Magal de Touba https://en.wikipedia.org/wiki/Grand_Magal_of_Touba. Touba, 1887 von Mouriden gegründet, ist (bis) heute ihr Machtzentrum im Senegal und anerkennte Pilgerstätte, das Anhänger aus aller Welt anzieht.
Uns zieht die Wüste an. Morgen ist Aufbruch.


27.09. – 01.10.2020 Nach acht Monaten ist die 11kg Gasflasche leer. Unterwegs nach Kayar gibt´s an der Tankstelle neue. Jedoch keinen schönen Stellplatz im Fischerort. Nirgends ein freier Flecken Land bzw. Strand. Landschaft, übersät von großzügigen Häusern bis hin zu Verschlägen, Pirogen, zahllos wuseln Menschen überall herum. Wir versuchen es Richtung Süden. An der Stadtgrenze ein Menschenauflauf. Nicht ungewöhnlich. Trotzdem sträuben sich mir/M die Nackenhaare. Der Magen dehnt sich aus Richtung Vorderausgang. Etwas liegt am Boden. Das hintere, etwa drei Meter lange Ende einer Würgeschlange! Korpus dick wie ein bestens trainierter Männerarm. Einer der Umstehenden hält den blutigen Stumpf in Händen. Keine Ahnung wo sich Vorderteil nebst Kopf befinden. Jürgen fährt vorbei. Mein Magen beruhigt sich. Aber kein guter Anblick für Schlangenphobiker. Vier plus diese tote sahen wir bislang in SN! Ich/M muss unsere Wanderwege durch Wald und Feld nochmals sehr überdenken. Lese! Senegal verzeichnet ca. 8000 Tote durch Schlangenbiss pro Jahr.
Südlich von Kayar Stellplatz gefunden. Neugierige Jungs fotografiert. Spaziergänge am Strand!
Up date zur hivernage: Letzter tropischer Starkregen vor drei Wochen; auch Gewitter und Regen vom stino – Charakter nehmen ab, entsprechend sinkt die Luftfeuchtigkeit. Die Temperaturen bleiben hoch. Der Oktober ist einer der heißesten Monate. So sagt man. Man sagt aber auch, und das unisono, weshalb wir es erwähnen, dass einige Staaten Westafrikas derzeit für Weiße kein gutes Pflaster sind. Von Mali und Burkina Faso rät man dringendst ab, ebenso von der Nordregion Benins. Nigeria und auch Kamerun werden als sehr gefährlich für Toubabs eingestuft. Im Senegal fühlen wir uns unverändert wohl und freundlich empfangen. 
Die Dorfjugend gelangt zunehmend zu der Ansicht, dass Ive so eine Art Strandkiosk sei. Wasser, Brot mit Schokolade wäre toll, notfalls nimmt man auch Konfitüre und Unterhaltung werden erwartet. Jürgen liefert – begrenzt.


21.09. – 26.09.2020 Saly Portudal. Ein Besuch in Europa. Deutsches Brot, französischer Käse, Charcutérie und Viennoiserie. Italienischer Cappuccino, niederländische Zigarillos – aus Kuba. Preise wie daheim! Lange hält es uns nicht im Touristenmekka. Denn für kleines Geld gibt es in Popenguine bestes Grillschwein mit Zwiebeln. Wie so oft, Gemüse ist gerade aus. Wir beschließen ins Kloster zu gehen! Nicht wegen der Zwiebeln! Freundlichkeit, Abgeschiedenheit, Ruhe, Spiritualität. In der l’Abbaye de Keur Moussa https://www.abbaye-keur-moussa.com ist von allem etwas gegenwärtig. Obgleich noch immer nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, dürfen wir auf dem grünen, schattigen Gelände bleiben. Lauschen den Andachten, dominiert von eigenartig leichter, melodiöser Musik. Fließend. Wie Wasser. Von der springlebendig plätschernden Quelle hin zum gemächlich, majestätisch strömenden Mündungsfluss. Gespielt auf traditionellen Instrumenten, Kora, Balafon und Tambala. Untermalt von Gesang. Die schlichte, aber wohl durchdachte Architektur bietet der Tonkunst Raum zur Entfaltung. Erlaubt auch dem Licht faszinierende Spiele. Stille, Klang und Licht erzeugen eine besondere, verzaubernde Spiritualität. Die Boutique bietet Spirituoses. Insbesondere der 40%ige Limoncello, kräftig, wenig süß sowie der 43%ige medizinische Kräutergeist, Biotonic, hilfreich gegen Begleiterscheinungen der Hivernage, so heißt hier die Regenzeit, wecken Aufmerksamkeit. Auch die Käseproduktion beginnt wieder. Also: Warum nicht mal Kloster?
Übrigens: I
m Gespräch zu Stellplatz und Einkauf bemerke ich/M nicht, dass mein Gegenüber weiß ist. Als er, einer von zweien, mit den 27 schwarzen Mönchskollegen auf den Altar pilgert, llt es mir auf.
Und: Die Afrikaner ölen wie wir. Während der Andacht wedeln
sie sich mit Seiten aus dem Gebetbuch Luft zu, wischen immer wieder mit Tüchern Schweiß aus dem Gesicht. Gott sei Dank, ich/M bin nicht alleine.
Selten kommt ein Geistlicher zum Gespräch. Meist grüßen sie nur freundlich, wechseln wenige Worte mit uns. Beobachten. Im Agrarsektor arbeitet Gustave Gaye. Baut am Kloster ein Trainingscenter für effiziente und nachhaltige Landwirtschaft auf. Zwischen Unterricht und Praxis nimmt er sich manchmal Zeit für einen Dialog. Einen Tee.

12.09. – 20.09.2020 Ein Reiseblog ist kein Politblog! Richtig! Oder nicht? Die World Tourism OrganisationUNWTO … Forum für Tourismuspolitik … Schnittstelle für intergovermentale Kommunikation, verfolgt das Ziel der Entwicklung eines verantwortlichen, nachhaltigen und universell zugänglichen Tourismus, um zu ökonomischer Entwicklung, internationaler Verständigung, Frieden, Wohlstand und der Einhaltung der Menschenrechte beizutragen, so Wikipedia zur Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Madrid https://de.wikipedia.org/wiki/Weltorganisation_für_Tourismus Schlaglichter: Tourismus in Entwicklungsländern, Ethik im Tourismus, Armutsbekämpfung durch Tourismus.
Weltweit gehört das Tourismusgeschäft zu den größten Wirtschaftszweigen. 2018 besuchten … 1,410 Mrd. Personen ein anderes Land (Anm.: Grenzübertritt von Touristen wie Geschäftsleuten, mindestens eine Übernachtung, keine Grenzgänger) … meistbesuchte(s) Land war Frankreich mit über 89,4 Mio. Besuchern … Deutschland lag auf Platz 8, Senegal auf 109 von 206 Staaten. Allein die weltweiten Tourismuseinnahmen betrugen knapp 1.500 Mrd. US$ https://de.statista.com/themen/702/tourismus-weltweit/. Inlandstourismus, Zulieferer- bzw. Begleitindustrie außer Betracht! Zum Vergleich: Der Etat des Bundeshaushalts im Bezugsjahr betrug rund 340 Mrd. EUR, also etwa 25% https://de.statista.com/infografik/14562/bundeshaushalt-deutschland/ Und so ist jede Reise auch ein Politikum. Immer! Mehr oder weniger.
Bei Interesse zum Themenkomplex ´Reisen, Corona, Armut´ finden sich aufschlussreiche Beiträge seitens UNWTO https://www.unwto.org/covid-19-inclusive-response-vulnerable-groups sowie UNICEF https://www.unicef.org/press-releases/150-million-additional-children-plunged-poverty-due-covid-19-unicef-save-children
Wir tauschen uns aus mit Jürgens ruandischen Patenkindern. Sie können weiterhin nicht zur Schule/HS gehen. Patrick ist zumindest ein unentgeltliches Praktikum möglich. Devine weilt zu Hause. Die Tagelöhnerfamilie lebt von der Hand in den Mund. Derweil auch von Devines Schulgeld! So war die Unterstützung nicht gedacht. Chancen durch Bildung galt als Grundidee. Überlebenschance wurde daraus. Ein Einzelfall? Armut ist pandemisch!
I
n Guéréo wehrt sich Jürgen beim Wasserkauf des Korruptionsversuchs durch den Vertreter der öffentlichen Stelle. Statt 61ct./100L soll er als Toubab 25 €/100L zahlen! Gern gibt er mehr, kann es ja auch. Jedoch mit Augenmaß. Nach langer, teils aggressiver Diskussion schickt man ihn fort. Ohne zu zahlen. Auch nicht gut. Wir werden dem Dorfchef, der Schule oder dem Poste de Santé eine Spende zukommen lassen. Ansonsten vergeht die Zeit mit Alltäglichem. Wir verharren in Ruhestellung. Ich/M komme mehr und mehr physisch wie psychisch an meine Grenzen. Die Einwohner um uns herum sind werktätig. Bedauernswert! Treiben sogar abends bzw. am Wochenende Sport. Meist Männer, seltener Frauen. Bewundernswert! Spät nachmittags, wenn das Wetter erträglicher wird, gehen wir spazieren. Richtung Dorf, kleine Einkäufe erledigen oder Richtung Delta. Dann gibt´s bei Ibra im Resto ein Bier. Und am Wochenende delikate Meeresfrüchte.

04.09. – 11.09.2020 Ölwechsel heißt Stellplatzwechsel! Gut! Denn Regen ergießt sich über die Region. Wie aus Kübeln! Wiesen werden zu Seen, Straßen zu Flüssen, schlammig braune Fracht verteilend. Löcher im Teer, fehlende Kanaldeckel, kaum mehr auszumachen. Für Ive kein großes Problem. Böse Fallen für Andere. Aber Motorisierte werden eh schnell ausgebremst. Saufen buchstäblich ab! Ein bizarres Spiel bietet sich uns aus sicherer Höhe. Nicht mal im Supermarkt ist es trocken!
Der avisierte Stellplatz, unerreichbar. Land unter, Zufahrt weg.
Die Flut spült uns ins Guesthouse Bout d´Brousse in La Somone, ihr erinnert euch? Zufällig beenden Pierre und Christine hier einen Kurzurlaub. Spiel, Spaß, Schwatzen. Drei befreundete senegalesische Paare, ebenfalls Hausgäste, kochen traditionell – die Frauen, natürlich! Bitten zum gemeinsamen Essen. Männer und Frauen getrennt. Ganz nach BrauchDie Senegalesen haben noch Freunde eingeladen. So darf/muss Jürgen wegen des Ungleichgewichts der Geschlechter auf die Frauendecke. Gegessen wird aus der Bol, oft mit den Händen. Verdrängen sie den beliebten Schlachtruf der Kinder Toubab Corona? Vertrauen sie auf die Gesundheit der Weißen, deFremden? Ein wohltuender Sonntag.
Der Wetterkampf tobt weiter. Warmer Äquatorialstrom, in der Regenzeit (Juni – Oktober/November) vorherrschend, und kalter Kanarenstrom, die Trockenzeit (Dezember – April) dominierend, prallen aufeinander. Der warme Strom der Regenzeit beschert Wassertemperaturen an die 30°C. Der Kaltstrom drückt sie auf unter 20°C. Macht die senegalesische Küste zur Kaltwasserküste.
Im Kampf zwischen Fronten zu geraten ist nie ratsam. Wettertechnisch ist es uns bislang meist gelungen, dies zu vermeiden. Dem Dauerregen der Casamance entkamen wir. Lediglich drei heftigste Gewitter donnerten bisher über uns hinweg. Rar die Nächte, in denen wir, wie Braten in der Röhre, im eigenen Saft schmoren. Häufig sind jedoch schwül heiße Tage. Tage, an denen ich/M mich der verhassten Maske erfreue, Schweißtropfen hindernd, vom Kinn auf Rechner, Teller oder bestenfalls ins Nirgendwo zu fallen. Schwitzen. Ohne jedwede Bewegung. Eintönigkeit, Nichtstun, stundenlang. Winnie Puuhs Weisheit Nichtstun führt oft zum allerbesten Irgendwas! hat noch nicht zur inneren Reife geführt. Eher lassen uns die Ströme von Regen und Schweiß altern. Entziehen Lebensenergie. Hinterlassen üble Gerüche, zähe Tristesse. Spülen Träume des Lebensabends hinweg. Dunkle Stunden, wenn es uns beide erwischt. In denen kein Einäugiger den Blinden zu führen vermag. Bald sieben Monate, festgehalten im Senegal. Und kein Ende in Sicht, fürchtet Die Firma, Kölner Rapper, https://www.songtexte.com/songtext/die-firma/kein-ende-in-sicht-23c6f0bf.html bereits 2002. Die siebte Woche in Folge sinkt in Afrika die ohnehin niedrige Zahl an Neuinfektionen https://afrika.info/corona/
Hinaus aus den Mauern der Gastlichkeit. Hinein in die Betrachtung des senegalesischen Alltags. Etwas Straßenbau und souveräne Fahrtechnik bringen uns in den Windkanal von Guéréo. Zwischen Lagune und Meer. Einheimische freuen sich, uns wieder zu sehen. Wir spüren aber auch ihre Resignation, Müdigkeit, Angst. In Mali ist erneut Krieg. Sagen sie.
Der Stellplatz im Windkanal bietet gut erträgliches Klima. Nur 30°C im WoMo! Ideal für Hausputz, Schabenjagd die Xte. Kleiderschränke bzw. -kisten sind an der Reihe. Prompt erhalte ich/M eine Lehrstunde Biologie für Anfänger: Leben nimmt Reißaus, wo es zu ungemütlich wird. Siedelt um! Erschließt neue Lebensräume. Hätte ich wissen müssen. Hirn funktioniert bei hohen Temperaturen halt doch nicht optimal. Haha, von wegen volles Schädlingsbekämpfungsprogramm nur bei Sichtbefall. Aber: Es werden weniger. Und: Wir sichten zunehmend Leichen!
Abends schmeckt das gut und lange (Danke für den Tipp, Arnd) gekühlte Gecko-Bier wunderbar. Dazu grillt Jürgen Herbstliches: Kartoffel, Zwiebel, Äpfel und weiße Blutwurst mit Senf (letztere nicht gegrillt)Kühlschrank und Grill sind übrigens schabenfrei!

Senegal

02.08 bis 11.09.20

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01.07 bis 01.08.20

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27.02 bis 30.06.20

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40 Gedanken zu „2019_GoSouth_West_Africa

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  2. Ihr neueingeborenen Senegalesen! Oder habe ich da was missverstanden? Schon in Baulandkaufverhandlung??? Unterwegs nach Norden? Etwa neue Infos?? Wir warten gespannt im goldig- kalten Oktober, derzeit an der Schlei. Trafen gestern einen 4×4-Sprinter mit sympathischer Besetzung und Baikalerfahrung. So viele Erinnerungen… Afrika zieht uns mächtig, aber wann?
    Das Lesen deines (eures) Berichtes hat uns wieder erfreut! Die Bilder – wir sind ja so verwöhnt – auch!!! Die bunten Vögel, bildschön! Hier sind die Vögel fast alle braun, grau, weiss. Sagt uns das was?? Geniesst die Sonne/Wärme! Letzteres fehlt uns sehr..
    Liebste Grüße, Christiane, Alex und Namkha aus der gut geheizten Minna

    1. Meine Liebe(n),
      wie wunderbar die Kommentare, die tun den Autoren-, Fotografen-, Filmerseelen richtig gut! Also, den Erwerb eines senegalesischen Passes haben wir ernsthaft ins Auge gefasst, den Erwerb von Land noch! nicht. Und just im Rahmen dieser Überlegungen öffnen die Grenzen! Ja, richtig gelesen. Die Landgrenzen zwischen Senegal und Gambia sind offen und so müssen wir das Land, das uns für fast 8 Monaten Heimat war vorübergehend verlassen. Wir freuen uns drauf. Auch, euch mal wieder was anderes in die Heimat zu senden als immer wieder Senegal. Also vorerst heißt es >GoSouth!

  3. Ihr Klostergänger! Hab ich schon gesagt, dass sich das Lesen dieses Berichtes aus der Abbaye de Keur Moussa wie ein traumhafter Spaziergang im Klostergarten anfühlte?? Grün, heiß, bunt – im Gegensatz zur hiesigen nassfieseligen grünbraunen glitschigrutschigen Gegenwart. Aber hin und wieder aufgehübscht durch unerwartete Sonnendurchbrüche! Gestern Abend – am 30.9.2020! saßen wir bis 2h nachts im Garten, ohne Mücken, nur mit Jacken… Sonntag brechen wir auf. Zur großen goldenen Oktoberdeutschlandtour. Wir sind sehr gespannt!
    LG euch Dreien,
    Christiane und Alex

    1. Meine Lieben,
      gerne wären wir im Würselner Garten dabei gewesen – und dann schnell wieder zurück nach Keur Moussa ;-).
      Euch eine tolle Tour durch den goldenen Oktober mit bestens rollender Minna und anregenden Gesprächen bei den zu Besuchenden.
      Mücken? Es gab bislang in den Regionen, in denen wir uns aufhielten nur wenige. Tapfer trugen wir abends immer „lang“ zum Dinner. Unterstützten das Outfit bei Fluglärm noch mit wohl duftendem Gift… Jedoch die beiden letzten Abende erlaubte ich mir schulterfrei. Frische Brise, direkt am Ozeanstrand, keine Mücken in Seh- und Hörweite – alles wunderbar!

  4. Hallo ihr drei, nach langer Zeit melden wir uns auch nochmal bei euch.
    So langsam kennt ihr den Senegal wie eure Westentasche 🙂
    Die Bilder sehen wieder sehr schön aus und die Texte sind wieder schön zu lesen.
    Gefällt es euch denn noch? Wann könnt ihr denn mit neuen Infos rechnen und wie ist euer weiterer Plan?
    Liebe Grüße aus der Heimat,
    Sabine und Simon

    1. Guten Abend, ihr Lieben,
      wir freuen uns von euch wieder ein paar Zeilen zu lesen. Hatten euch schon vermisst 😉 Auch der Threema – Kommentar von deinem Kumpel, Simon, ist ja klasse! Schön zu lesen, wenn sich hinter den anonymen Klicks Menschen mit Interesse verbergen.
      Ja, es gefällt uns im Senegal, noch immer und wir hoffen, dass uns das Wetter bald wieder mehr „Bewegungsfreiheit“ erlaubt. Dann wird es für uns und für euch Leser wieder interessanter.
      Liebe Grüße, majuemin

  5. Hallo, ihr regengetränkten Festsitzer!
    Wiederum ein solcher Genuss an Schriften und Bildern! Wir warten immer sehnsüchtig auf die nächste Folge. Obwohl, so nass und schwül ist Afrika nicht so mein Ding..
    Und jetzt mein erhobener Zeigefinger: Eure Grenzen sind unendlich weit entfernt! Ihr seid die ewig jungen niemals alternden lebensweisen Menschen, die soviel Freude auf noch mehr machen! Also, bitte heiter weitermachen!
    Liebste Grüße
    Christiane (auch von Alex und Namkha)

  6. Hallo ihr Lieben,
    ganz schön was los bei euch.
    Leider sehr viel , worauf man gerne verzichten könnte.
    Wird es denn gar nicht besser? Oft beneide ich euch.
    Wünsche mich dann an die schönen Orte die ihr besucht und durch dessen Bilder wir daran teilhaben dürfen. Diesmal bin ich aber wirklich froh, in meinem gemütlichen Bettchen zu liegen.
    Weit entfernt von Schaben und Korruption.
    Leider gehören wohl auch diese Erfahrungen zum Reisen dazu. Bestimmt könnte man darauf gut verzichten.
    Ich hoffe die Fahnen stehen für euch bald wieder etwas besser.

    Hier bei uns ist gerade sehr viel Los.
    Alles ist in Abbruch und Aufbruch.
    Mehr dazu, wenn mir nicht gerade die Augen zufallen.

    Wir denken an euch, liebe Grüße und eine dicke Umarmung…

    Rainer & Karola

    1. Meine Liebe(n),
      lieben Dank für die Anteilnahme an unserem Schicksal. Ja, es ist viel los. Aber ich denke vor allem auch bei euch. So langsam Endspurt? Hatte mal auf den Blog geschaut, ob sich was tut!? Auch kurz geschrieben… Aber ganz soweit ist es wohl noch nicht. Versuchen mal mit euch zu telefonieren.
      Herzliche Grüße, majuemin

  7. Ihr doch auch Beneidenswerten! Das möchte ich auch wieder erleben, eine solche Wildtiersafari! Die Eland Darby Antilope zu sehen beeindruckt mich sehr. Die BDarbot auf einem Haufen werden völlig überbewertet. 3 tuns auch! So schön wieder, die Bilder! Jetzt kann ich mir den gefluteten Ive ein wenig vorstellen… Geniesst einfach weiter! Und bis bald! LG Christiane und Alex

    1. Meine Liebe,
      Recht hast du, es gibt sie, die besonderen Momente und an der Stelle verkneife ich mir bewusst ein „ja aber“. Will mich mit dir und deinem Kommentar nochmal an das Kribbeln und Staunen erinnern, das mich beim Anblick der wunderbaren Lebewesen ergriff. Lass uns beim Wiedersehen mal gemeinsam darüber nachdenken ob wir tatsächlich die Krone der Schöpfung sind?
      Liebe Grüße an euch beide/drei

  8. Hi Marion and Jürgen ..That Prefet Adam the musician you met at Toubab Dialaw…I did visit your site and I see you are very passionated of traveling to distante countries…All my congratulations for this beautiful adventure and hope you are enjoying your stay here in Senegal….I will send you some of my music and Live performances as soon as I get your Email address.
    Thanks all the best.
    Prefet Adam

    1. Hi Adama, it was a pleasure to meet you on the hills of Toubab Dialaw somewhere in the middle of nowhere, a musician who has been playing/singing in Cologne, Frankfurt and so on. Followed you on youtube – impressive!
      And yes, we love traveling. Senegal is great, people are wonderful, but after six month we´d prefer to see some other countries, that’s what overlanders love to do.
      Jürgen sent you an E-Mail, so we keep in touch! See you next year in Germany?
      All the best, Marion

      1. Hallo, ihr drei! Nach Norden – endlich! 3000 km im Senegal… äußerst ausführliche Erfahrungen und Touba ist nur eine der wenigen negativen davon. Wie du empfinde ich diese als bedrohlich. Was lässt sich dagegen tun?? Wenn Aufklärung fehlt, verhindert wird.. Die leuchtenden Farben, die in Afrika so oft anzutreffen sind, liebe ich! Wie in Indien. So heiter! Dass ihr Regen und Dauerfeuchtigkeit so stoisch ertragen habt! Ob ich das gekonnt hätte?? Die Bilder sind wieder klasse. Ich freu mich, euch bald (?) zusehen!
        Herzlichst
        Christiane

        1. Meine Liebe(n),
          nach Norden? Zunächst dem Regen und dem leeren Weinkeller geschuldet. Die Grenzen bleiben zu. Man will in Afrika die Seuche der Industrienationen ja nicht auch noch haben 😉 Die Tristesse von Touba, die Angst – das erste Mal auf Reisen. Was dagegen tun? Schwierig zu beantworten. In D die eigene Kultur wertschätzen, endlich aufhören mit falscher Liberalität! Anerkennen, dass es Rassen gibt! Mit ihren Unterscheiden – das ist gut so!
          Stoisch ertragene Regenzeit mit ihrer Feuchtigkeit? Was wäre die Alternative gewesen? Flucht nach Norden 😉 Ich denke immerzu an dich! Das ist die neue Normalität! Will sie nicht akzeptieren, aber was tun? Heulend in der Ecke sitzen? Ändert nichts.
          Ja, wir vermissen die Sozialkontakte, sehr sogar! Aber auf ein baldiges Wiedersehen? Ich denke eher nein. Grenzen sind zu, s.o.
          Liebe Grüße, wir drücken euch! Ganz ohne Masken!!!

  9. Hallo Ihr Drei, schön zu lesen, dass es wieder bei euch weiter geht. Habe euren letzten Bericht gelesen – ja, ist nicht überall heile Welt. Viel Glück weiterhin und passt auf euch auf. L.G. Sabine

    1. Liebe Sabine,
      ja, ein wenig fahren wir durch den Senegal. Gut 3000Km sind in den nun fast sechs Monaten zusammengekommen. Nun denn, drei davon mussten wir ja an Ort und Stelle verharren. Die heile Welt? Wo ist sie derzeit noch zu finden? Wir haben bisher wenig Sorge um unsere Sicherheit im Senegal. Nicht mehr und nicht weniger als sonst wo! Überall ist man bemüht, Keile zwischen die Menschen zu treiben. Nicht nur in Sachen Religion. Ich muss jedoch sagen, die Erfahrung in Touba war bislang einzigartig.
      Ganz liebe Grüße ins Rheinland,
      majuemin

  10. Hallo Ihr Beiden, mit Spannung lesen wir von Euren Abenteuern und bewundern die schönen Fotos. Besonders gefallen mir ja die Ziegen auf den Königsgräbern und die Geier am Strand. Aber am Besten sind immer Eure Berichte: Unterhaltsam, sehr eindrücklich und amüsant, einfach super geschrieben; wunderbar!
    Ich kann mir bildlich vorstellen, wie der Regen prasselt, die Matsche unter den Reifen hervorquillt oder Jürgen in der Badebux mit dem Hund geht.
    Aber so nett sich das auch liest, wünschen wir Euch doch, dass Ihr bald weiter könnt, sich irgendein Weg hinaus aus dem schönen Senegal auftut. Und so lange hoffen wir, dass Ihr bei guter Laune und Gesundheit bleibt! Viele Grüße von Ute und Wolf

    1. Liebe Ute und natürlich auch Wolf,
      herzlichen Dank für euren Besuch und die lobenden, aufmunternden Worte. Auf Gesundheit achten wir soweit es in unserer Macht steht. Aber wir treffen ja immer wieder Menschen, die mit Tees, Pasten und Grünzeug zur Seite stehen 😉 und meine Hausapotheke ist noch bzw. wieder gut gefüllt.
      An der Laune arbeiten wir, erscheint uns manchmal schwieriger als ersteres, es fehlt ein wenig die Perspektive. Umso mehr freuen wir uns über Besuch, der uns zeigt, dass wir nicht vergessen sind im schönen Senegal!
      Viele Grüße, Marion & Jürgen

  11. Hallo, ihr lieben durchgefeuchteten festsitzenden Weltenerforscher!
    Es ist schier unglaublich, was ihr nach fünf Monaten im Senegal, davon sogar drei am selben Platz, an neuen Eindrücken und Informationen noch aus diesem Land zu berichten wisst! Neue Menschen, Früchte, Tiere, das Gefühl der Ohnmacht gegenüber einer nicht unschätzbaren Regierung, der riesige pekuniäre Unterschied zwischen den Menschen dort und durchfahrenden Urlaubern aus dem reichen Norden… Wir müssen wohl abwarten, welche Zukunft Overlanderträume haben werden. Die Bilder sind wieder so toll! Eines meiner Lieblingsbilder ist das Fahrrad im Watt. Oder die Kühe dort?? Und die Fahrt durch die Mangrovenwälder… Der Blick über diese Wälder mit der Drohne ist schon besonders. Brauch ich auch sowas??? Bleibt optimistisch und schreibt/filmt bitte weiter!
    Herzlichst, CuA.
    (Nahmka: auch Bootfahren mit Minouk!)

    1. Ganz herzlichen Dank für euren Blogbeitrag, tut gut – so sonnige Worte im Regen 😉
      Mir gefällt auch der Radfahrer ganz besonders, meine Lieblingsbilder wechseln allerdings je nach Stimmungslage immer mal wieder…
      Ich freu´ mich auf den Sherry, wann und wo auch immer, vielleicht ja sogar in Afrika, sollte die Welt aufhören zu trudeln und sich wieder sanft und ruhig in ihren Bahnen drehen dürfen.
      Beste Grüße, majuemin
      (Minouk hätte Nahmka sicher einen Sitzplatz angeboten ;-))

  12. Hallo ihr Lieben,

    es liest sich momentan aber nicht so als würdet ihr die Reise genießen. Das ist sehr schade… Bestimmt kommen bald wieder bessere Zeiten. Wie sieht denn euer weiterer Plan aus?
    Liebe Grüße,
    Sabine und Simon

    1. Hallo Simon und natürlich Sabine,
      nein, momentan ist die Situation sehr verfahren. Pläne? Können wir kaum machen. Machthaber durchkreuzen sie immer wieder. Sollten die Grenzen zum Monatswechsel 07/08 öffnen, fahren wir nach Gambia. Bleiben die Grenzen zu, dann drehen wir langsam ab gen Osten, wieder um Gambia herum. Lac Rose? Keine Ahnung. Heute haben wir seit 15:00 Uhr Starkregen. Jürgen war mit Minouk in Badehose Gassi. Er nutzt die Zeit, den Blog aufzuräumen. Wie gefällt euch das neue outfit? Zudem beschäftigt er sich mit SocialMedia… Ich arbeite meine Internet-Seite auf, flicke unser Betttuch und Minouks Matratze….
      Liebe Grüße, majuemin

  13. Hallo ihr Beiden
    Ach wie schade, dass die Grenzen noch immer zu bleiben. So langsam sollte sich die Grenzen mal wieder öffnen. Immerhin möchtet ihr doch nur gemäßigt reisen und keine Partys á la Ballermann feiern. Was für eine verrückte Zeit.
    Wir drücken euch die Daumen.

    Ganz liebe Grüße, Rainer & Karola

    1. Ja, da sagt ihr was! Es werden willkürlich Grenzen gesetzt. Je nach Gusto, Laune und Pseudologie 😉 Mal sehen wie wir sie überwinden werden. Grenzen machen neugierig. Was liegt dahinter? Die Antworten erweitern den Horizont. Und so sind sie immer temporär geblieben. Das lehrt die Geschichte und macht Hoffnung – zumindest langfristig.
      Liebe Grüße ins Heimatland,
      majuemin

  14. So nette Begegnungen und so wundervolle Bilder.
    Ich freue mich, dass es für euch weitergeht.
    Ich könnte auch einen Lehrgang im Wäschewaschen gebrauchen. Meine Miele gibt den Geist auf und das Waschergebnis ist bescheiden.
    Wir arbeiten fleißig an unserem Womo und hoffen in knapp achtzig Tagen fertig zu sein. In den nächsten zwei Wochen geht er hoffentlich durch den TÜV.
    Nun werde ich noch ein wenig Wikipedia lesen.
    Wir denken an euch und wünschen euch eine gute Weiterreise .
    Alles Liebe Rainer & Karola

    1. Liebe Karola,
      schön von euch zu lesen. Ja, Wäsche waschen ist nicht so einfach wie man sich das vorstellt. Allerdings ist Maschine schonender für die Wäsche und spart jede Menge Wasser – auch eine neue Erfahrung.
      Wie schnell doch die Zeit vergeht. Jetzt sind es deutlich unter 100 Tage, bevor ihr wieder aufbrecht. Hoffentlich klappt alles wie ihr es euch vorstellt. Pläne schmieden ist derzeit sehr schwer. Auch wir können nicht wirklich reisen. Sitzen im Senegal fest und der Regen im Süden ist auch nicht lustig. Mal sehen, wie es weitergeht.
      Ihr habt völlig Recht! Die Begegnungen, die wir erfahren sind eine Bereicherung, jede für sich.
      Eine gute Sommerzeit wünschen majuemin

  15. Hallo ihr Lieben,
    Sind gerade zurück gekommen. Es wurde der erste Geburtstag von Anna gefeiert, wie ihr sicher wisst.
    Sind immer wieder am Haus beschäftigt. Gibt nicht soviel zu berichten.
    Corona hat alles irgendwie noch im Griff, leider.
    Hoffen für ein paar Tage los zu kommen, eigentlich egal wohin. Im August hoffen wir auf eine längere Tour.
    Alle sind voll im Hochzeitsfieber, der große Tag ist ni ht mehr so fern.
    Schade, das ihr nicht kommen könnt, hätten uns auch sehr gefreut euch wieder zu sehen.
    Lasst die Köpfe nicht hängen, jetzt geht es ja richtig weiter auf eurer Reise.
    Bis bald Ralph und Biggi und Luca

    1. Hallo ihr Lieben,
      danke für euren Besuch und die aufmunternden Worte – tut gut!
      Ja, Corona bleibt präsent, auch hier. Die Land-Grenzen zu Gambia und Guinea Bissau bleiben geschlossen. Also viel mit Reisen ist da nicht wirklich drin. Aktuell in der Casamance bestaunen wir das üppige Grün leiden aber auch an der Sauna mit Daueraufguss.
      Ja, auch wir hätten uns gefreut viele liebe Menschen wieder zu sehen. Wir fiebern aus der Ferne mit, zumindest das bleibt uns!
      Liebe Grüße, majuemin

      1. Hallo, ihr regengetränkten Festsitzer!
        Wiederum ein solcher Genuss an Schriften und Bildern! Wir warten immer sehnsüchtig auf die nächste Folge. Obwohl, so nass und schwül ist Afrika nicht so mein Ding..
        Und jetzt mein erhobener Zeigefinger: Eure Grenzen sind unendlich weit entfernt! Ihr seid die ewig jungen niemals alternden lebensweisen Menschen, die soviel Freude auf noch mehr machen! Also, bitte heiter weitermachen!
        Liebste Grüße
        Christiane (auch von Alex und Namkha)

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